Wharariki-Beach und Auenland im Nordwesten der Südinsel // Neuseeland Tag 21

 In Neuseeland, Tagebuch

Die Pukekos hatten heute glücklicherweise Urlaub und haben uns nicht wachgeschrien. So konnten wir ganz gemütlich draußen vor dem Bus frühstücken und fuhren dann Richtung Nordwesten an den letzten Zipfel der Südinsel, Cape Farewell, wo der Sporn von Farewell Spit ansetzt.

Unser Ziel war allerdings der Wharariki Beach an der Westküste ein klitzekleines Stück weiter im Süden, sicherlich einer der schönsten Strände Neuseelands. Schon beim letzten Besuch waren wir hier, allerdings bei deutlich schlechterem Wetter. Heute wanderten wir bei Sonne und 27 Grad durch wunderhübsches hügeliges Farmland. Schäfchen, terrassierte Hobbit-Hügel, dahinter die Dünenlandschaft, der tosende Pazifik und ein paar dekorativ verteilte Felsbrocken. Ein wirklich grandioser Anblick!

Den Besuch hatten wir so abgestimmt, dass wir zur Zeit der Ebbe hier waren, dann sieht man bei den Felshöhlen nämlich oft Robben. Und wir hatten wieder richtig Glück: so viele Robbenbabys mit ihren Müttern haben wir noch nie gesehen! Es ist furchtbar niedlich, wenn die Babys auf die Rufe ihrer Mütter antworten und zu ihnen kommen oder wenn die Robben in den kleinen Pools zwischen den Steinen plantschen! Hach!

Wharariki-Beach und Auenland im Nordwesten der Südinsel // Neuseeland Tag 21

Felsformation am Wharariki Beach

Wir liefen noch weiter bis ans andere Ende des Strandes, bewunderten die Durchbrüche in den Felsen, die Henkel, Höhlen, Löcher und Durchgänge, dann wieder am Strand entlang und die Dünen hinauf zurück. Am Strand kann man wunderbar barfuß laufen, in den Dünen wird der Sand aber schweineheiß in der Sonne!

Anschließend fuhren wir wieder auf abenteuerlichen (aber vom Zustand her noch erträglichen) geschotterten Straßen Richtung Kaihoka Lakes. Nachdem hier mit Hinweisschildern mehr als sparsam umgegangen wurde, fuhren wir zu weit, wurden aber mit einem Bilderbuch-Neuseeland belohnt. Wieder diese sanften Hügelchen und viele Schäfchen, ein paar ausgebüxte liefen auch vor dem Auto die Straße entlang.

Als wir die richtige Stelle am See schließlich gefunden hatten, wanderten wir hier kurz entlang und bewunderten den wirklich üppigen Nikau-Palmen-Wald. Und am Ende des Weges kann man sich noch an den Sandstrand des Sees wagen und ich habe ein Bad im dunklen Wasser genommen. Wer Süßwasser mag, aber keine Steine, der wird hiervon begeistert sein.

Eine Art Einkaufsstopp gab es noch nur ein paar Meter von der Einfahrt zu unserer Unterkunft entfernt, denn hier wird bei Onekaka Arts Schmuck hergestellt. Vom Jadeschnitzer Geoff Williams persönlich kaufte ich ein dunkelgrünes Koru, eine traditionelle Form, die dem sich aufrollenden neuen Farnblatt nachempfunden ist. Wir erfuhren, woher der Stein genau kommt und dass er ihn erst heute Vormittag fertig bearbeitet habe. Hier kann man jedenfalls sicher sein, dass man kein importiertes China-Schmuckstück erwirbt!

In weiser Voraussicht schlenderten wir dann zu Fuß ins „Mussel Inn“, wo wir diesmal eine Schüssel Greenlip-Muscheln bestellten. Ganz lecker, die Dinger, wenn man mit der Konsistenz von Muscheln allgemein klarkommt. Außerdem gab es vier verschiedene Biere zu probieren und Live-Musik vom Balkan, sehr unterhaltsam. Mit der Taschenlampe schlurften wir dann zum Bus und ins Bett…

Tagebuchprotokoll vom 26. Januar 2018
Gefahrene Distanz: 109 Km
Wanderungen: 8 Km
Unterkunft: Wohnbus, Onekaka
Lese-Tipps
4 Kommentare
  • Kaya
    Papa
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    Na, da ist es ja, das Beweisfoto.

    • Kaya
      Kaya
      Antworten

      Jawollja, das hat Marc da extra hingemacht, damit du uns auch glaubst! :)

  • Kaya
    Christiane
    Antworten

    Ich lese jetzt bestimmt zum fünften Mal, dass das einer der schönsten Strände Neuseelands ist… 😆 entscheidet euch 😉
    Viele Grüße!

    • Kaya
      Kaya
      Antworten

      Also erstens liegt das wahrscheinlich daran, dass du das im Blog und auf Facebook jeweils über dieselben Strände liest und dir das deshalb so oft vorkommt. Zweitens sind die Strände in Neuseeland einfach wahnsinnig schön und “einer der schönsten” ist ja sowieso schon Plural und nicht etwas “der schönste” im Singular. Fünf schönste Strände kann also gut sein. :)

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Kontakt

Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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