Ein Stück vom Paradies – Unterwegs im Abel-Tasman-Nationalpark // Neuseeland Tag 20

 In Neuseeland, Tagebuch

Geweckt wurden wir heute nicht von röhrenden Hirschen wie in Kanada, sondern von schreienden Pukekos. Mindestens genauso laut und schrill, kann ich euch sagen! Diese flugunfähigen Vögel mit der hübschen dunkelblauen Brust, rotem Schopf und Schnabel und ebenso roten, sehr langen Beinen staksen hier nämlich rund um unseren Wohnbus im Garten herum. Wekas waren auch schon da, aber die sehen unauffälliger aus und schreien ganz offensichtlich weniger herum.

Nach diesem Weckruf machten wir uns heute zum zweiten Mal in Richtung Abel Tasman Nationalpark auf. Zuerst hielten wir aber noch beim Grove Scenic Reserve und spazierten 1 km weit durch den märchenhaften Zauberwald, den es hier zu bestaunen gibt. Felsen, (Baum-)Farne, Lianen, Moose und: jede Menge Palmen! Die Nicau-Palmen sind einheimisch, wachsen aber nur hier und da – hier jedenfalls besonders! Der kleine Umweg lohnt sich wirklich!

Zweite Station war die Wanderung zu den Wainui Falls (2 km einfach) durch schönen Urwald. Steht man an diesen beeindruckenden, rauschenden Fällen, wird man vom Spritzwasser komplett eingenebelt. Bei 30 Grad wie heute eine sehr angenehme, leichte Dusche! Auch dieser Abstecher ist es allemal wert!

Danach ging es also mitten rein ins Paradies – äh, in den Abel Tasman Nationalpark. Schon die Zufahrt nach Totaranui durch die kleinen Orte an der Küste, zwischen Felsen hindurch und dann die geschotterte Straße durch den Regenwald ist toll. In Totaranui ist ein riesiger DOC-Campingplatz und man ist sozusagen mitten im Nationalpark. Tatsächlich ist die Vegetation hier nochmal schöner als im Süden und die Strände sind (außer dem direkt am Campingplatz) einsamer.

Vor sieben Jahren wanderten wir von hier nach Norden Richtung Separation Point (liebe Grüße an Katl!), diesmal machten wir uns nach Süden in die Goat Bay auf. Man muss über den Hügel, der die eine Bucht von der nächsten trennt, dann ist man an unserem Traumstrand angekommen. Bei Totaranui ist der Sand ockerfarben, hier weiß-gelb, drüben sind viele Leute, hier kaum jemand. Die Mühe des Aufstiegs lohnt sich also und wir badeten in der türkisblauen Bucht, bevor wir zurückwanderten.

Den Abend verbrachten wir dann im legendären „Mussel Inn“, einer urigen Kneipe nur einen Kilometer von unserer Unterkunft in Onekaka entfernt. Die Muscheln essen wir morgen, erstmal gab es leckere Sandwiches und drei verschiedene Biere aus der Hausbrauerei. Ein dunkler Bock, ein Golden Ale und ein Manuka Bier, allesamt hervorragend!

Tagebuchprotokoll vom 25. Januar 2018
Gefahrene Distanz: 102 Km
Wanderungen: 9 Km
Unterkunft: Wohnbus, Onekaka
Lese-Tipps
3 Kommentare
  • Papa
    Antworten

    … und mal ins Wasser gehen?

  • Kaya
    Antworten

    Waren wir doch!? Beide Male im Abel Tasman haben wir uns in die Fluten gestürzt.

  • Papa
    Antworten

    Hab ich aber nicht gesehen. Beweisfotos?

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