Strände an der Ostküste der Coromandel Peninsula // Neuseeland Tag 46

 In Neuseeland, Tagebuch

Wenn man nach dem Frühstück gleich zum einsamen Strand gehen und barfuß durch den Sand laufen kann, dann ist das schon etwas Feines. Und in Opoutere im Osten der Coromandel Peninsula ist das kein Problem, vom Campingplatz führt ein Pfad direkt an den schönen Opoutere Beach. Auf dem Rückweg beeilten wir uns allerdings etwas, denn es zogen schwarze Wolken auf. Die Wettervorhersage für heute war alles andere als gut, Regen und Sturm waren angesagt, mal wieder der Ausläufer eines Zyklons. Und das alles bei sehr schwülen 26 Grad.

Trotzdem hatten wir erneut Glück, der Sturm wütet weiter südlich deutlich stärker, hier hat es nur am Nachmittag eine Stunde lang heftiger gewindet und geregnet. Ansonsten blieb es bei 3-4 kürzeren und schwächeren Duschen, wie gestern auch schon. Wir ließen uns jedenfalls nicht groß beirren und stürmten erstmal den Gipfel des Mount Paku in Pauanui. 15-20 Minuten etwa steigt man vom Parkplatz hinauf, dafür hat man dann eine schöne 360° Aussicht über die Buchten. Inseln und rein ins hügelige Hinterland mit kleinen Vulkangipfeln. Nur die Wolken störten ein wenig.

In Hahei machten wir uns wieder auf den Cathedral Cove Walk, im Vergleich zu 2011 hat sich hier allerdings einiges geändert. Der Parkplatz am Beginn des Weges ist gesperrt, weil er für den aktuellen Ansturm der Touristen viel zu klein wäre. Stattdessen gibt es einen großen Parkplatz im Ort, von dem aus man ein Shuttle nehmen kann (bezahlt, versteht sich!) oder zu Fuß fast 30 Minuten einen Hügel hinauf zum Anfang des eigentlichen Wanderweges laufen muss. Wir entschieden uns für die zweite Variante und liefen dann auch noch den Straßenschildern und anderen Leuten nach. Auf dem Rückweg sahen wir, dass das ein Fehler gewesen war, denn es gibt einen schöneren, kürzeren und auch einfacheren Weg (weniger Höhenmeter!) über den Hahei Beach statt an der Straße entlang. An der Beschilderung hapert es hier allerdings noch ziemlich…

Auf dem Wanderweg ist wirklich eine ganze Menge los, unten am Strand verteilt sich das dann ein bisschen. Zum Baden war es uns diesmal zu stürmisch, aber wir machten Picknick und genossen die Aussicht aufs Meer und die wellenumtosten Felsen. Unter dem Bogen des Cathedral Cove mussten wir auch noch die typischen Fotos machen, wegen denen viele hierher kommen. Auf dem Rückweg gingen wir auch noch in die zwei Buchten vor Cathedral Cove hinab, hier ist man teilweise fast alleine und besonders die Stingray Bay ist eine echte Schönheit.

Zurück am Parkplatz machte Marc noch einen Blogartikel fertig, bevor wir durch Sturm und Regen weiter in Richtung der Spitze der Coromandel Halbinsel fuhren. Kurz nachdem wir in Whangapoua auf dem etwas, äh, alternativen Campingplatz „Earl’s Paradise“ angekommen waren, kam dann allerdings wieder die Sonne raus und wir genossen die Aussicht auf herumhüpfende und sich freudig wälzende Pferde und einen prächtigen Regenbogen.

Earl ist wahnsinnig nett, quatscht gern mit seinen Gästen, hat zwei Hunde und einen Kater, allerdings nur übervolle Plumpsklos und eine kalte Dusche. Nun ja, man kann nicht alles haben. Unter die kalte Dusche stellten wir uns mit längerer Gewöhnungsphase, denn wir waren einfach zu sandig. Abwasser gibt es hier und an den Waschbecken nicht, das fließt den Hügel runter. Die Toiletten sind Gruben im Boden, auf die ältere, unten aufgesägte Dixi-Klos gestellt wurden. Nicht soo schlimm, stünde der Inhalt nicht fast bis zwanzig Zentimeter unterhalb der Klobrille. Für so was bin ich echt zu alt oder zu etepetete, puh!

Tagebuchprotokoll vom 20. Februar 2018
Gefahrene Distanz: 130 Km
Wanderungen: 12 Km
Unterkunft: Earl’s Paradise, Whangapoua
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