Waitangi Day in Windy Wellington // Neuseeland Tag 32

 In Tagebuch

Am heutigen Feiertag war Museum-Hopping angesagt. Der Waitangi Day ist ziemlich wichtig in Neuseeland, denn im Vertrag von Waitangi wurde die Regierung der englischen Krone über Neuseelands bei gleichzeitiger Anerkennung der Ureinwohner als englische Staatsbürger festgelegt. Das ist leider nur die halbe Geschichte, denn es kam (unter anderem durch die Zweisprachigkeit und Ungenauigkeiten der Übersetzung) zu Problemen und Ungerechtigkeit gegenüber den Maori. Trotzdem legt dieser Vertrag grundsätzlich auch Wert auf die (Land-)Rechte der Maori. Und so ist dieser Tag auch und trotz allem eine Art Maori-Feiertag.

An diesem windigen Waitangi Day widmeten wir uns jedenfalls vor allem den Museen der sympathischen neuseeländischen Hauptstadt. Zuerst besuchten wir den nahegelegenen „Weta Cave“ – wie unser Campingplatz auf der Miramar-Halbinsel vor Wellington angesiedelt. Dabei fuhren wir die wunderbare Shelly Bay Road direkt an der Küste entlang weiter und umrundeten die Halbinsel so beinahe. Eine absolute Empfehlung, auch wenn man hier nicht unbedingt entlang „muss“ – tolle Aussichten auf Bucht, Meer (bei stürmischem Wetter schwappt es schonmal auf die Straße), die Innenstadt, Hafen und Fähren. Die Flugzeuge landen auch kurz hinter der Halbinsel.
„Weta“ ist jedenfalls nicht nur der Name eines neuseeländischen Rieseninsekts, sondern auch der Firma von Sir Peter Jackson, dem Regisseur von „Herr der Ringe“ und dem „Hobbit“. Jackson selbst wohnt auch auf der Miramar-Halbinsel. Sehr viel gibt es im Mini-Museum nicht zu sehen, vor allem ist da der Merchandise-Laden, Hobbitfüße zum Überziehen, Rüstungen und Schwerter und ein paar große Troll-Figuren, alles andere ist nur über bezahlte Touren und Workshops zugänglich – trotzdem ganz interessant!

Dann fuhren wir wieder auf den großen Parkplatz im Zentrum am Te Papa: für 14 Dollar kann man hier 12 Stunden parken, das ist okay. Kurz schauten wir auf dem Waitangi-Fest nebenan vorbei (Live-Musik, Maori-Tanz, Essensstände und buntestes Publikum), dann gingen wir an der windigen Hafenpromenade entlang bis zum „Wellington Museum“ (auch Eintritt frei). Hier gibt es vor allem Ausstellungsstücke zur Stadtgeschichte, wieder sehr toll, lebensnah und modern präsentiert, absolut interessant und spannend!

Nach einer kurzen Mittagspause kehrten wir dann nochmal ins Te Papa zurück und widmeten uns heute der Maori-Abteilung inklusive Erklärungen zum Vertrag von Waitangi – wie passend. Nach einem weiteren Zwischenstopp auf der Waitangi-Feier mit Metal (mit Maori-Texten) und Elektronik-Reggae, suchten wir nach einem Abendessen.

Und nachdem der Fish’n’Chips-Laden am Feiertag geschlossen war, fanden wir ein malayisch-südindisches Restaurant namens „Rasa“, das offensichtlich authentische Küche serviert und viele Stammgäste hat. Jedenfalls konnten wir den Tag in Wellington hier mit sehr leckerem Essen ausklingen lassen.

Tagebuchprotokoll vom 6. Februar 2018
Gefahrene Distanz: 25 Km
Stadtspaziergänge und Museumsrundgänge: 7 Km
Unterkunft: Camp Wellington, Shelly Bay/Wellington
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