Auf dem Mount Stokes hoch über den Marlborough Sounds // Neuseeland Tag 30

 In Neuseeland, Tagebuch

Bevor wir morgen endgültig auf die Nordinsel übersetzen und der Südinsel Adé sagen müssen, wollten wir uns das Ganze nochmal aus sicherer Distanz und von oben ansehen. Nein, kein Flugzeug, nur der höchste Berg in den Marlborough Sounds, der Mount Stokes mit immerhin 1203 Metern Höhe.

Bei unseren großen Wanderungen haben wir im Moment das Geschick, uns eher die unangenehmeren Touren auszusuchen. Zumindest war der Weg auf den Roys Peak bei Wanaka ja zugleich langweilig und extrem steil, mit vielen Höhenmetern. Diesmal hatten wir weniger davon („nur“ 650) und der Weg war auch keine langweilige Schotterpiste. Steil und anstrengend war es aber trotzdem. Der Wanderweg auf den Mount Stokes ist wirklich ziemlich anspruchsvoll, voller Wurzeln, Steine, Stufen, Stolperfallen. Dazu eine ausreichende Steigung, oft feucht, matschig, rutschig… Das ist dann sowohl hoch als auch runter keine wahre Freude, weil es nicht nur anstrengend ist, sondern man sehr konzentriert wandern und sich jeden Schritt überlegen muss, statt entspannt dahinzuschlendern. Eine andere Sorte Anspruch also.

Auch diesmal sollten wir für die etwas über zwei Stunden Aufstieg aber mit einem grandiosen Ausblick auf die Marlborough Sounds und die Küste der Nordinsel belohnt werden. Und waren erstmal enttäuscht, als bei unserer Ankunft die ganze Bergspitze in eine einzige große Wolke gehüllt war! Dann riss die Wolke aber hier und da immer wieder auf und man konnte doch in verschiedene Richtungen blicken. Und das war dann in der Tat beeindruckend!

Auf dem Mount Stokes hoch über den Marlborough Sounds // Neuseeland Tag 30

Ausblick vom Mt. Stokes auf den Queen Charlotte Sound

Der Wanderung zugute halten muss man auch unbedingt, dass der Wald hier wirklich schön ist, ein von Moosen, Flechten und Hexenhaar bedeckter Märchenwald mit hohen knorzigen Bäumen und jeder Menge Farnen. Wirklich schön und recht selten. Trotzdem waren wir froh, als wir wieder heil unten angekommen waren. Danach kurvten wir die 75 km nach Picton in zwei Stunden zurück, die Straße braucht wirklich ihre Zeit!

Und während unserer Mittagspause auf dem Mt. Stokes haben wir unsere Kamera auf dem Stativ die Aussicht filmen lassen. Wie zu sehen ist, war die der Ausblick sehr, sehr wechselhaft. Viele, viele Wolken und manchmal ist auch auch ganz zugezogen, aber zum Glück gab es manchmal eben auch ziemlich freie Sicht auf den Queen Charlotte Sound bis rüber zur Nordinsel im Hintergrund.

 

 

Tagebuchprotokoll vom 4. Februar 2018
Gefahrene Distanz: 86 Km
Wanderungen: 12 Km
Unterkunft: Campervan Park, Picton
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