Mit der Fähre von Picton nach Wellington // Neuseeland Tag 31

 In Neuseeland, Tagebuch

Von jeder Ausnahme gibt es eine Regel oder so ähnlich… Ähm, also diesmal hatten wir auf der Fähre – allen bisherigen Erfahrungen zum Trotz – tatsächlich ausgezeichnetes Wetter. Meist sonnig mit wenigen Wölkchen, bei 23 Grad, da kann man sich eigentlich nicht beschweren.

Von unserem Campingplatz in Picton hatten wir es nicht weit zur Fähre auf die Nordinsel, allerdings muss man schon deutlich vor Abfahrt da sein. Um 10 Uhr standen wir also in der Warteschlange, um auf die ‘Interislander’ zu fahren. Gut dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt raus aus dem Queen Charlotte Sound und über die Cookstreet. Diesmal konnten wir es aber tatsächlich genießen: auf der spektakulären Strecke durch den Sound hatten wir tolle Sicht und das Meer blieb weitgehend ruhig. Erst in der Nähe von Wellington wurde es sehr windig – die Fähre schaukelte deshalb nicht, aber man bekam die Türen auf die Außendecks kaum mehr auf!

Highlight der Überfahrt waren mehrere Delfin-Schulen, die die Fähre je ein Stück begleiteten und in ihren Wellen in die Luft sprangen. Aber wir sahen nicht nur Delfine. Für mich als Robbenfan war es besonders toll, auch zwei im offenen Meer schwimmende Exemplare zu sehen! Sie schwimmen anscheinend eher einzeln statt in Gruppen (also anders als die Delfine), machen aber ganz ähnliche Auf-und-Ab-Bewegungen im Wasser. Wenn die Rückenflosse nicht fehlen würde, könnte man sie glatt für Delfine halten!

Nach unserer Ankunft in Wellington um kurz nach drei gaben wir uns nach all der Natur auf der Südinsel gleich dem Kulturschock hin und tauchten in das großartige Te-Papa-Museum ein. Auf dem Parkplatz des Museums kann man (auch mit Camper) relativ günstig und sehr zentral stehen. Zwei Stunden etwa verbrachten wir in dem Stockwerk, das die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands behandelt, und obwohl wir vor sieben Jahren auch schon ausführlich hier waren, lernten wir wieder einiges dazu. Absurderweise ist dieses herausragende, moderne Nationalmuseum ja auch noch kostenlos (wie die meisten staatlichen Museen in Neuseeland)!

Danach fuhren wir kurz auf unseren Campingplatz in der Shelly Bay bzw. auf der Miramar Halbinsel, „Camp Wellington“: zehn Minuten vom Stadtzentrum, direkt am Meer, der Innenstadt gegenüber, erst drei Tage vor unserer Ankunft eröffnet. Es ist nicht klar, wie lange der Campground hier bleiben kann, solange es ihn gibt, ist es aber eine absolute Empfehlung. Die Lage ist kaum zu übertreffen und der Herr Manager (Simon, ein Engländer mit Deutschkenntnissen, seit zehn Jahren in Neuseeland lebend) ist regelrecht liebenswert. Zum Abendessen fuhren wir dann wieder nach Wellington hinein, parkten umsonst an der Straße (zwei Stunden sind oft gratis) und genossen Essen und Bier in einer Kleinbrauerei. Im „Fork & Brewer“ gibt es tolle dicke Burger und wirklich hervorragendes Bier. Per Tasting Range versuchten wir vier verschiedene Biersorten von Ale über Lager hin zu dunklem Weizen, alles mit spannenden Aromen.

Hier noch ein kurzes Video, das zeigt, wie die Delfine unsere Fähre begleiten:

Tagebuchprotokoll vom 5. Februar 2018
Gefahrene Distanz: 34 Km
Stadtspaziergang Wellington: 3 Km
Unterkunft: Camp Wellington, Shelly Bay/Wellington
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Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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