Von Rochen, Kängurus, riesigen Karris und Nadelöhren // Australien Tag 13

 In Australien, Tagebuch

Die Sackgasse von einem der südlichsten Punkt unserer Rundreise, Augusta, mussten wir heute wieder ein kleines Stück zurück gen Norden fahren. Ungefähr da liegt dann die Hamelin Bay, die für ihre Rochen berühmt ist, die ganz nah ans Ufer kommen. Tatsächlich sahen wir am wundervollen Strand mehrere der großen Plattfische, die gut an Menschen gewöhnt sind. Die Rochen schwimmen regelrecht zu den Menschen hin, von denen sie auch immer wieder aus der Hand gefüttert werden. Manche kommen sogar fast ganz aus dem Wasser und an den Strand und lassen sich erst von der nächsten Welle wieder wegspülen. Ins Wasser zu den großen Biestern haben wir uns nicht getraut, aber ein toller Anblick war es dennoch!

Von Rochen, Kängurus, riesigen Karris und Nadelöhren // Australien Tag 13

Der Walk through Tree

Zweite Station heute war der Beedelup Nationalpark etwas östlich, also im Landesinneren. Eigentlich wollten wir nur um den Lake Beedelup wandern, es fand allerdings gerade ein Triathlon hier statt. Das Schwimmen im See war schon vorbei, bei unserer Ankunft waren noch einige auf dem Rad unterwegs, gelaufen wurde noch zahlreich, manche aber auch schon ins Ziel. Also schauten wir nach der Mittagspause noch ein bisschen zu und machten dann unseren Rundwanderweg am See entlang. Die Wanderung selbst ist nicht besonders spektakulär, der Wasserfall hat fast kein Wasser, ein bisschen abseits der Rundwanderwegsroute befindet sich allerdings der sogenannte „Walk trough tree“. Dieser mächtige, 76 Meter hohe Karri (eine große Eukalyptusart) mit 2 1/2m Durchmesser, hat ein fast mannshohes Loch, ein großes Nadelöhr etwas über dem Boden und man kann tatsächlich durch den Baum hindurch gehen. Irgendwie macht das die Höhe dieser Bäume nochmal begreifbarer, also doch ein lohnender Abstecher!

Und bei der Rückkehr zu unserem Camper, entdeckten wir eine ganze Känguru-Horde, die auf einer Wiese den Nachmittag verdöste. Wir haben uns der Gesellschaft vorsichtig genähert und konnten ziemlich nah ran, bevor immer mehr davongehüpft sind.

Auch im Warren Nationalpark gibt es viele, teils alte Karris. Der „Heartbreak Trail“ ist aber leider keine Wanderung, sondern ein Drive durch den Karri-Wald. Auf der schönen, hügeligen Piste kann man die hohen Bäume aber durchaus gut bewundern. Ganz in der Nähe ist auch der „Dave Evans Bicentennial Tree“, auf den man theoretisch per Sprossenleiter (130 Eisenstangen) hinaufklettern kann. Kein Eintritt, unbewacht, keine Sicherung. Nichts für uns, also mal abgesehen vom ehrfürchtigen Blick nach oben Richtung Baumkrone.

Unseren letzten Campingplatz fanden wir dann bei Manjimup, ein gemütliches Örtchen mit einem netten Chef und funktionierendem WLAN. Ein paar Essensvorräte waren noch aufzubrauchen und einige Dinge für Flug und Weiterreise vorzubereiten. In der Nacht wurde es dann mit unter 10 Grad zum ersten Mal richtig kalt, im kaum isolierten Camper zog ich mir also langärmlige und -beinige Sachen an und wir schliefen mit zweiter Decke über den Füßen. Uns kann man‘s eben nicht recht machen. Tagelang haben wir geschwitzt und geflucht, jetzt wieder gefroren…

Tagebuchprotokoll vom 17. März 2018
Gefahrene Distanz: 190 Km
Gelaufene Distanz: 9 Km
Unterkunft: Warren Way Campground, Manjimup
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Kontakt

Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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