Wo die Sonne aufgeht: Rund ums East Cape // Neuseeland Tag 40

 In Neuseeland, Tagebuch

Zum Start gab es erstmal einen riesigen Baum zu bestaunen: der Pohutukawa auf dem Schulgelände in Te Araroa ist gut 350 Jahre alt, 21 Meter hoch und hat 40 (!) Meter Durchmesser. Damit ist er offenbar der größte Pohutukawa der Welt. Und weiter ging es mit Rekorden, das East Cape Lighthouse ist nämlich nicht nur der östlichste Punkt Neuseelands, sondern überhaupt der östlichste Punkt auf dem Festland. Danach kommen nur noch Inseln, Ozean und dann die Datumsgrenze. Von allen Orten auf irgendwelchen Kontinenten geht hier also zuallererst die Sonne eines neuen Tages auf.

Nun ja, ausgetestet haben wir das nicht. Losgefahren sind wir gemütlich nach dem Frühstück und der Baumbesichtigung, dann hat uns das East Cape allerdings überrascht. Die Straße Richtung East Cape Lighthouse ist zwar nach einem uns nicht nachvollziehbaren System manchmal geteert und manchmal nur geschottert, andererseits ist sie aber wirklich schön und bietet tolle Aussichten. Schwierig zu fahren ist eigentlich nur der Anfang mit einigen Schlaglöchern, dann wird alles gut, zumindest wenn man auf die immer wieder frei herumlaufenden Rinder und Pferde Rücksicht nimmt. Es gibt auch Robben-Warnschilder, davon haben wir aber leider keine gesehen.
Die als „very scenic“ angepriesene Straße schlängelt sich an der Küste entlang und hält, was sie verspricht. Ähnlich ist es mit dem kleinen weißen Leuchtturm, den man nach knapp 800 Stufen durch schönen Dschungel erreicht. Glücklicherweise kam hier auch die Sonne raus und so hatten wir Aussicht auf das Meer, die kleine Insel vor der Küste und auch ins Landesinnere hinein. Dieser Ausflug lohnt sich absolut!

Weiter ging`s nach Tikitiki, wo eine Kirche mit besonderem Innenleben steht: die Balken haben die Farbe eines Marae und sind auch mit ähnlichen Schnitzmotiven verziert. Die Zwischenräume sind mit typischen Flechtmatten der Maori ausgefüllt, auch die Glasfenster sind in Maori-Tradition gestaltet. Die Kanzel der St. Mary’s Church wird von geschnitzten Figuren mit Gesichtstattoo getragen, alles sehr stimmig und hübsch!

Nachdem wir gestern kein Glück mit Brot hatten, gab es heute keine klassische Brotzeit, sondern wir holten uns Fish`n`Chips im „The Fish Shop“ in Tokomaru. Außer heruntergekommenen alten Gebäuden, früher durchaus mal prächtig (eine Bank etc.) ist in Tokomaru nicht viel, wir hatten allerdings Gutes über die Fish’n’Chips gelesen, was wir auch nur bestätigen können! Direkt am Meer haben wir unsere Portionen verspeist und uns über schmackhaften Fisch und knackige Pommes gefreut.

Um einen Teil davon wieder abzutrainieren, begaben wir uns noch ins Anaura Scenic Reserve und machten den Anaura Bay Walkway (3,5 km Rundweg), wobei das tatsächlich eher eine etwas anspruchsvollere Wanderung ist. Wir waren jedenfalls sehr froh, dass wir Bergstiefel gewählt hatten, denn oft war es matschig-rutschig und teilweise muss man im Zickzack immer wieder einen kleinen Bach überqueren. Gegen Ende geht es dann durch aufgeforsteten Wald, was nicht so spannend ist, außerdem versperrt er einem die Aussicht auf die Küste. Insgesamt kein Must-do, aber zum Beine vertreten ganz okay.

In der Tolaga Bay haben sie einen 660 m langen Kai ins Meer gebaut, damals als die Fischerei den Ort noch wichtig machte. Hier kann man wunderbar spazieren und die Surfer beobachten, die direkt vom Kai ins Wasser springen und auf die perfekte Welle warten. Auf dem Campground in der Tolaga Bay bleiben wir auch über Nacht, er ist ganz okay und man hat immerhin mal wieder Handyempfang.

Tagebuchprotokoll vom 14. Februar 2018
Gefahrene Distanz: 180 Km
Wanderungen: 5,5 Km
Unterkunft: Tolaga Bay Holiday Park
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Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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