Kanada Tag 19 // Waldbrände, Ockerpools & durch den Kootenay Nationalpark bis Banff

 In Tagebuch

25.09.2017 – Heute würden wir so tief schlafen wir schon lange nicht, behauptete Marc. Und hatte doppelt Recht. Einerseits waren wir „nur“ auf ca. 900 m Höhe – so tief wie schon lange nicht mehr in der Nacht. Andererseits war es auch wirklich sehr mild und so schliefen wir fest, ohne durch die Kälte aufzuwachen, sogar ohne Wärmflasche.

Fix noch „dumpen“, dann auf in die Wildnis. Direkt vom Campground aus gab es einen 1 km langen Spazierweg mit Lehrtafeln über die Brände in diesem Gebiet. Während wir die Sonne genossen, lernten wir, dass Brände hier keineswegs nur schlecht sind (bloß dann, wenn sie außer Kontrolle geraten), sondern für Flora und Fauna sogar gut und wichtig. Ganz ähnlich wie in Australien also.

Der kleine Olive-Lake ist ganz hübsch, aber für uns nicht unbedingt ein Highlight des Kootenay-Nationalparks, den wir weiter Richtung Norden durchfuhren. Anders dagegen verhält es sich mit den Paint Pots, zu denen man wandern kann (2 km). Hier sprudeln eisenhaltige Quellen aus dem Boden und färben diesen schön rot bzw. ockerfarben. Sowohl First Nations als auch die weißen Einwanderer nutzten diese Ockervorkommen für Farben. Die drei Quellen, die am Ende runde „Pools“ bilden und teils grünlich schimmern, sehen in der gelbroten Erde natürlich grandios aus!

Ebenso beeindruckend fanden wir den Marble Canyon (1,6 km). Umgeben von tollstem Bergpanorama spaziert man auf Wegen und Brücken immer wieder über diese tiefe, schmale Schlucht, durch die wunderbar klares, blaues Wasser hindurchsprudelt. Am Ende warten noch Wasserfälle und vom Wasser rundgespülte Becken. Das leuchtend blaue Wasser bildet einen wunderschönen Kontrast zum etwas gelblichen Fels, der hier spannend geschichtet ist.

In Banff stürmten wir (wie immer) kurz ins Besucherzentrum, um uns Karten zu besorgen. Dann machten wir den „Vermilion Lakes Drive“ an den drei Vermilion Seen entlang. Viele Touristen (hier wieder sehr viele Asiaten), etwas enge Straße für Minnie Winnie und leider wieder Wolken und ein paar Nieselregentropfen. Da konnten die Seen ihr Spiegelpotential nicht so ganz entfalten. Schön ist es in diesem moorigen Gebiet mit Schilf, Rohrkolben und herbstlich-rötlichen Büschen aber dennoch.

Zuletzt gingen wir ganz in der Nähe noch den netten Fenland Trail (2,1 km), einen kleinen Rundweg auf moorig-weichem Boden und an einem hübschen, klaren Fluss entlang. Da begegneten wir noch zwei Spechten mit gelben Köpfen, die sich bei ihrer Arbeit durch uns überhaupt nicht stören ließen, sondern fleißig in Kopfhöhe weiterhackten und posierten. Ansonsten sahen wir heute nur die riesigen Raben und ein paar Eichhörnchen, da war aber ein ganz helles dabei, auch hübsch!

Heute übernachten wir also auf dem Campingplatz bei Banff, die Wetterprognosen sind gut und mit Nachtfrost ist aktuell auch nicht mehr zu rechnen. Morgen geht es dann weiter Richtung Lake Louise.

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