Kanada Tag 08 // Der Berg Lake Trail am Mount Robson

 In Tagebuch

14.09.2017 – Den heutigen Tag haben wir komplett für den Berg-Lake-Trail zu Füßen des Mount Robson reserviert. Immer wieder wird diese Wanderung als eine der schönsten in ganz Kanada beschrieben. Insgesamt umfasst sie aber 21 km einfach mit 800 Höhenmetern, was ohne Übernachtung kaum zu schaffen ist. Deshalb war unser Plan, nur bis zu einer der verschiedenen Zwischenstationen zu wandern und nach dem Mittagessen wieder umzukehren.

Mit dem Mount Robson Provincial Park sind wir beinahe am nördlichsten Punkt unserer Reise angekommen und für das heute angekündigte Wetter mussten wir in der Nacht zuvor „bezahlen“. Bei klarem Himmel wird es natürlich kälter und so ist das Thermometer diese Nacht etwas unter Null gesunken. Abends war es (mit Socken, zweiter Decke und dünnem Fleece-Pulli bei Kaya) noch gut auszuhalten und auch zu schlafen. Bloß aus dem warmen Bett aufstehen wollten wir am Morgen bei der Kälte dann nicht so recht.

Schnell in die Klamotten, heißen Tee und Kaffee gekocht, dann ging es schon. Minnie Winnie war innen auf 8-9 Grad abgekühlt. Draußen in der Sonne war es dann aber bald schon warm und wir haben schnell zusammengepackt (warme Kleidung und Mittagessen) und sind dann das kurze Stück zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren.

Die ersten vier Kilometer bis zum Kinney Lake geht es recht gemütlich voran, neben dem eisblauen Gletscher-Gebirgsbach. Immer wieder Sonne, nur ein paar Wölkchen und wunderschönstes Wanderwetter. Ab der Brücke über den Fluss geht es 3 km auf und ab am See entlang, immer wieder mit schönem Blick auf das helle Gletscherblau, bis man zum ersten Campingplatz kommt. Danach schafften wir noch weitere 4 Kilometer, durch bemoosten Wald und mit teils anstrengender Steigung, über Brücken und durch interessante Hochebenen., bis zum zweiten Campingplatz.

Nach insgesamt 11 km kamen wir zwischen den Hängen zweier Berge (einer davon der Mount Robson) und über eine tolle Hängebrücke auf eine weitere kieselsteinübersäte Hochebene, wo wir auf einer Bank am Fluss in der Sonne unser Mittagessen verspeisten. Mitwanderer waren vorhanden (keine Asiaten), auf der Strecke verlor es sich aber doch sehr gut, oft wanderten wir allein vor uns hin oder nur mit Gegenverkehr von Leuten, die auf der Strecke übernachtet hatten. Hier grüßt man jeden, wie in den Alpen auch.

Dann kehrten wir um (es war inzwischen halb zwei). Der Rückweg kam uns deutlich länger vor und wir merkten, dass es eben nicht immer nur bergab, sondern wieder auf und ab ging. Am Ende waren wir fix und fertig und freuten uns, Minnie Winnie wieder zu sehen und zurück auf den Stellplatz der Nacht zuvor zu fahren. Da entdeckten wir dann noch die Gas-Heizung! Das Ding funktioniert gut und in 10 Minuten ist es schon ein paar Grad wärmer im Camper.

Hier in der Gegend gibt es kein Lagerfeuer-Verbot und so haben wir heute mit dem gestern gekauften Feuerholz zum ersten Mal gegrillt, Kälte hin oder her! Marc hat brav Holz gehackt und mit Jacke war es draußen am Feuer dann auszuhalten, wir haben sogar draußen am Picknicktisch gegessen. So gut wie alle unsere Campground-Nachbarn machen das übrigens so. Heiße Dusche im Camper danach, lange Unterwäsche an und ins Bett gekuschelt. Wir fühlen uns schon wie halbe Kanadier. Nur das mit den kurzen Hosen überlassen wir ihnen gerne.

Lese-Tipps
2 Kommentare
  • Kaya
    Papa
    Antworten

    … und was machen die zarten Füße in den neuen Bergstiefeln?

  • Kaya
    Kaya
    Antworten

    Geht erstaunlich gut damit! Hatte mir ja daheim noch eine Blase damit gelaufen (am großen Zeh!), seitdem ist alles in Ordnung und sie passen immer besser.

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Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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