Kanada Tag 05 // Lange Fahrt von Lillooet über Kamloops bis in den Wells Gray Nationalpark

 In Tagebuch

11.09.2017 – Heute haben wir richtig Kilometer gefressen – für unsere Verhältnisse – 380 km nämlich. Von Lillooet fuhren wir nur mit ein paar Lookouts Richtung Kamloops. Landschaftlich ist die Strecke sehr schön, aber es „ist“ da tatsächlich nicht viel, also keine Wasserfälle, Wanderungen oder andere Highlights.

Die Landschaft erinnert hier wirklich sehr an die südfranzösischen Corbières, es ist hügelig bis bergig, trocken, nur teilweise bewaldet, teils niedrige Büsche, rötliche Erde, manchmal sieht man Quarze glitzern. Auch die Waldbrandgefahr ist ähnlich hoch und man kommt immer wieder an ganzen abgebrannten Hügelketten vorbei, manche erst vor Kurzem, manche vor längerer Zeit. Aber es gibt auch breite Flüsse und große Seen, jede Menge Wasser also! Viele Felder werden bewässert, immer wieder stehen Kühe und/oder Pferde auf den Farmen.

Kamloops ist dann die wärmste Stadt Kanadas, da haben wir nur kurz im Einkaufsviertel gehalten und ein paar Sachen geholt (trotz Feiertag hatte alles geöffnet), weil wir uns vorgenommen hatten, am Abend zu grillen. Nach Kamloops wird es nach einer Weile wieder waldiger und kühler. Wir fuhren also weiter bis Clearwater, wo wir uns eigentlich mal einen „vernünftigen“ Campingplatz mit Anschlüssen etc. aussuchen wollten.

Der erste Campground besaß keine Feuerstellen zum Grillen (bisher überall gesehen), am zweiten wurde uns dann klar, dass auch hier trotz Feuerstellen das Feuermachen wegen der Waldbrandgefahr verboten war. Handyempfang und Internet hatte ich auch nirgendwo, nichtmal im Ortszentrum von Clearwater. Im Visitor-Center gab es WiFi und wir erfuhren, dass die meisten Wanderungen im Wells Gray National Park, den wir ansteuerten, abgesperrt waren. Wieder wegen der großen Trockenheit dieses Jahr und der Waldbrandgefahr.

Nur ein paar Lookouts und kurze Wege zu Wasserfällen sind offen, die etwas längeren Wanderrouten, auf die wir uns schon gefreut hatten, nicht. Mist! Da es sowieso nirgendwo Internet gab, fuhren wir gleich weiter in den Nationalpark rein. Auch der dritte von uns angesteuerte Campground gefiel uns nicht und so fuhren wir nochmal gut 25 km unbefestigte Straße bis zu deren Ende am Clearwater Lake, wo sich ein National Park Campground befindet.

Hier haben wir zum ersten Mal Schmutzwasser abgelassen und uns dann einen netten, einsamen Stellplatz mit Sicht auf den Clearwater River gesucht. Und nicht gegrillt. Das Wetter war übrigens viel besser, Sonnenschein und nur ein paar Wölkchen, ziemlich warm und erst gegen Abend fielen hin und wieder ein paar vereinzelte Tropfen.

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