Von Nelson zu den Seesternen der Westküste // Neuseeland Tag 24

 In Neuseeland, Tagebuch

Heute war ein Fahrtag. Wir sind ziemlich direkt und ohne Abstecher von Nelson wieder zurück an die Westküste gegondelt. Eine Mittagspause gab es nur in Lyell, ein kleiner DOC-Platz an der Straße in der Buller Gorge, wo wir vor sieben Jahren mit dem Camper eine Nacht verbracht haben (und unzählige Sandflies von außen am Fenster kleben hatten).

Von Nelson zu den Seesternen der Westküste // Neuseeland Tag 24

Felskopf mit Frisur

Das ganze Zickzack-Manöver machen wir vor allem deswegen, weil wir morgen dann über den Arthur`s Pass wieder an die Ostküste Richtung Christchurch fahren wollen. Der Arthur`s Pass soll toll sein, fügt sich aber irgendwie nur mit Mühe in die Reiseroute ein – letztes Mal haben wir ihn ausgelassen, diesmal nehmen wir eben Zickzack in Kauf.

Etwas oberhalb von Greymouth, dem größten Ort der Westküste, gingen wir dann aber an den Motukiekie Beach, der nicht beschildert und etwas schwer zu finden ist. Vorher hatten wir die Ebbe-Zeiten nachgesehen und waren gerade noch rechtzeitig da, um über diesen wilden Westküsten-Strand zu spazieren. Ähnlich wie beim Wharariki Beach gibt es hier tolle meeresumtoste und geschliffene Felsen vor dem Strand, während das Meer an der Steilküste Höhlen gegraben hat. Und am Ende des langen Strandes, da wo man nur bei Ebbe hinkommt, kleben jede Menge orangener Seesterne unten an den Felsen. Unsere ersten Seesterne, ich habe die noch nie in der freien Natur gesehen! Sehr toll!

Insgesamt ist die Küste rund um die Pancake Rocks, die uns beim letzten Besuch begeisterten, mehr als sehenswert, da könnte man auch mehr Zeit verbringen. Großartiger Dschungel mit vielen Flachsen, Cabbage-Trees und Nikau-Palmen, dazu eben die stürmische Küste mit tollen Felsen.

Danach fuhren wir ins wirklich trostlos-graue Greymouth, das einen völlig ausgestorbenen Eindruck machte. Weil wir uns nicht sicher waren, ob wir in unserer Unterkunft würden kochen können, suchten wir zum ersten Mal einen McDonalds auf. Hier verspeiste ich einen Kiwi-Burger mit neuseeländischem Rinderhack, ganzem Ei, roter Beete und dem üblichen Grünzeug plus Käse. Gar nicht mal so schlecht und witzig, dass es einen extra Neuseeland-Burger gibt.

Von Greymouth ging es dann weiter in unser Motel am Lake Brunner. Eine etwas spezielle Unterkunft, vor allem weil wir die einzigen Gäste in den 8 Motel-Zimmern sind. Da haben wir die Gemeinschaftsduschen und -küche für uns, auch nett. Vielleicht ist ja zumindest jemand auf dem zugehörigen Campingplatz oder in einem der Cottages? Wir wissen es nicht. Die einzigen Lebewesen neben der Rezeptionistin, die wir zu Gesicht bekommen haben, sind jedenfalls vier Wekas. Diese braunen, hühnergroßen Laufvögel haben wir ja jetzt schon öfter gesehen, hier sind sie aber überhaupt nicht scheu und wenn man nicht aufpasst, kommen sie auch in die Küche oder mit ins Zimmer…

Tagebuchprotokoll vom 29. Januar 2018
Gefahrene Distanz: 356 Km
Wanderungen: 5 Km
Unterkunft: Motel, Moana (Lake Brunner)
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Kontakt

Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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