Kanada Tag 38 // Streifzüge durch das asiatische Vancouver

 In Tagebuch

Die Dusche im Hotel ist drei Mal so groß wie in Minnie Winnie, das Bett drei Mal so weich. Ersteres ist toll (und wird in vollen Zügen genossen), zweiteres weniger. Trotzdem sind wir sehr zufrieden mit dem Victorian Hotel in Vancouver, denn es gibt großartige Croissants zum Frühstück und die Lage ist wirklich kaum zu toppen.

Zwei Häuserblocks weiter ist das Altstadt-Viertel Gastown, das wir heute nochmal durchstreiften, gleich dahinter Chinatown. Tatsächlich kam es uns ein bisschen so vor, als hätten wir noch einen Asienurlaub angehängt, denn hier gibt es wirklich viele chinesische (und natürlich auch andere asiatische) Shops mit Gewürzen, getrockneten Spezialitäten und anderen geheimnisvollen Dingen. Und auf diese exotische Stadt in der Stadt ist man im multikulturellen Vancouver auch durchaus stolz.

Doch nur ein paar Schritte weiter ist wieder eine andere Seite Vancouvers zu sehen: ganze Heerscharen von Obdachlosen und/oder Menschen mit augenfälligen psychischen Macken bevölkern Straßen und Hinterhöfe. Die öffentlichen Suppenküchen haben alle Hände voll zu tun, die Ambulanz fährt mit dem Fahrrad herum, viele betteln, schlafen vor den Läden und Restaurants, viele brabbeln Unverständliches oder schimpfen laut… Trinken darf man in der Öffentlichkeit ja nicht, dafür riecht man dauernd Haschisch…

Für heute war schlechtes Wetter mit Regen angesagt. Viel geregnet hat es dann gar nicht, trotzdem haben wir unsere Aktivitäten teils nach „innen“ verlegt. Gleich zwei Mal haben wir Station im Tim Hortons (kanadische Fastfood-Kette) gemacht und dort Muffin, Pumpkin Spice Latte und Mittagessen (getoastetes Käsebrot und Tomatensuppe mit Parmesan) genossen. Abgesehen davon haben wir alle großen Malls in Vancouvers Innenstadt durchstreift und das sind einige!

Netterweise sind die ganz oft miteinander verbunden, sodass man wirklich kaum nach draußen muss, wenn man nicht will. Viele Malls sind sehr schick und bieten viele einzelne Shops. Gekauft haben wir nichts, wir sind nur umhergebummelt.

Nach einer Pause sind wir abends durch die Granville Street gegangen, um uns das Nachtleben mal anzusehen (war ja ein Samstag). Hier reihen sich Bars und Kneipen und Diskotheken aneinander, ganz unterschiedliche Stile. Wie gesagt sehr, sehr viele Obdachlose. Gegessen haben wir schließlich in einem Ramen-Lokal – da wussten wir noch nicht, dass das aktuell total „in“ ist und es viele Ramen-Restaurants gibt. Wir haben nur mittags und abends die Schlange davor gesehen und dachten, dass es dann ja gut sein muss.

Wir kamen recht spät und mussten nicht mehr anstehen. Die Ramen-Suppen waren üppig und sehr lecker. Die „echten“ Asiaten (die ihre Suppe sehr geräuschvoll schlürften) kamen erfreulicherweise erst, als wir schon aufgegessen hatten (ich reagiere da gar nicht gut drauf). Nach dem Essen schauten wir uns noch das Nachtleben in Gastown an, wo es insgesamt ruhiger und etwas gediegener zugeht, man aber auch sehr gut essen und feiern gehen kann.

Tagebuchprotokoll vom 14. Oktober 2017
Kanadareise – Tag 38
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