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ach all dem Stadtleben und den ganzen aufgebrezelten Menschen in Wellington hatten wir natürlich wieder richtig Lust auf Natur, frische Luft, Einsamkeit und Wandern. Also fuhren wir am 30.1. schnurstracks aus der Stadt raus und über die uns schon bekannten, damals von Masterton aus überquerten Rimutaka Ranges in das Weinbaugebiet Wairarapa. In den Wein- und Delikatessenorten Martinborough und Greytown hielten wir aber gar nicht, sondern fuhren weiter bis an die Südküste, um dort den südlichsten Punkt der Nordinsel, Cape Palliser, zu erkunden.

Auf dem Weg dorthin liegen allerdings die Putangirua Pinnacles, zu denen man wandern kann, was wir natürlich nicht versäumten. Hier stehen nicht nur eindrucksvolle, von Wasser und Wind aus dem lockeren Gestein gelöste Felssäulen in der Gegend herum, hier wurde auch mal wieder ein Teil aus „Herr der Ringe“ gedreht: Aragorns Ritt in die Pfade der Toten.

So sieht die karge Landschaft auch aus und bei Sturm ist es wahrscheinlich nicht ganz ungefährlich zwischen den weichen Steintürmen… Wir drei stapften jedenfalls durch das hinführende Flussbett und dann sowohl auf einen Aussichtsberg, von dem aus man die Pinnacles von oben bewundern konnte, als auch wagemutig zwischen ihren Füßen herum, was dann doch ein klein wenig unheimlich war.


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ir waren shoppen! Den Vormittag des 22.1., Samstag, haben wir tatsächlich dazu genutzt, durch die Einkaufsstraße von New Plymouth zu tigern und noch ein Wanderhemd und einen Hut für Marc bei Kathmandu (neuseeländische Marke) zu erstehen.

Dann haben wir uns allerdings in unser Auto geschwungen und auf den Weg vom einen Vulkan zum nächsten nach Osten gemacht, vom Taranaki zum Tongariro. Dazu haben wir den „Forgotten World Highway“ benutzt, der von Stratford nach Taumarunui führt. Toller Name, tatsächlich ist die Route nicht besonders spektakulär und auch nicht verlassener als andere Strecken, landschaftlich aber doch ganz hübsch. Es gibt an den Pässen immer wieder Aussichtspunkte auf Taranaki, die umliegenden Täler und rüber zum Tongariro bzw. Ruapehu. Allerdings war es auf der Fahrt bedeckt und irgendwann fing es an zu regnen, sodass man leider wirklich keine gute Sicht hatte.


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Cricket in Rotorua

Eine gepflegte Cricket-Partie im Government Garden von Rotorua.

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otorua wird manchmal auch „Rotten-rua“ genannt, weil es dort etwas verrottet riecht. Schwefeldämpfe kommen allüberall, auch mitten im Stadtgebiet, aus der Erde. Die Kruste ist hier besonders dünn, Rotorua liegt auf der „Taupo Volcanic Zone“ und es dampft, brodelt, blubbert, sprudelt, spritzt, kocht und raucht also heiß aus der Erde heraus. Und das riecht eben nicht gut.

Umsonst kann man sich das im Kuirau Park und den Government Gardens, wo vor dem Fachwerksgebäude des Rotorua Museums weißgekleidete Rentner Cricket spielen, ansehen. Spektakulärer und bunter wird es aber natürlich bei der Bezahlvariante „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“, eines von drei Angeboten, für das wir uns schließlich entschieden haben (17.1.).


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Wegen der Quartierswahl haben wir nach Auckland ja sofort unsere Routenplanung geändert. Klar war, dass wir zuerst Northland bereisen (also alles nördlich von Auckland), eigentlich wollten wir aber erst die West-, dann die Ostküste machen, was wir nun umgedreht haben. Die Ostküste ist sanfter und so war unser Neuseeland-Einstieg auch ein sanfter, klar ist allerdings jetzt schon: Neuseeland ist (von fast allem) eine Steigerung.

Okay, wir hatten festgestellt, dass es in Neuseeland 12 Stunden später ist, wir also 12 Stunden früher dran sind. Ob wir mit den Jahreszeiten allerdings ein halbes Jahr später oder früher dran sind, das lässt sich wohl schwer beurteilen. Jedenfalls ist es Sommer und folglich heißer (momentan so um die 25 Grad). Hier auf der Nordinsel aber auch deutlich feuchter als bei uns im Durchschnitt, die Luftfeuchtigkeit ist einfach höher, denn hier sind wir schon in beinahe subtropischen Bereichen, es kommt einem zusätzlich also noch wärmer vor. Andererseits ist es aber auch windiger in Neuseeland, sodass man die Wärme und Schwüle ganz gut aushalten kann (wie soll es dann aber noch im „Windy Wellington“ werden?). Wenn es bisher geregnet hat (2-3x), dann auch nicht in dicken Tropfen, sondern eher in einem kurzen Sprühregen wie aus der Sprühflasche, dann war es auch schon wieder vorbei.


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Und das soll das andere Ende der Welt sein? Sieht gar nicht so aus. Auckland fühlt sich ziemlich europäisch an. Was ja auch kein Wunder ist. Andererseits sitzt man aber 24 Stunden lang im Flugzeug und irgendwie denkt man dann ja doch, dass da was anders sein müsste, wenn man aussteigt.

Na gut, die Aussicht aus dem Flugzeug kurz vor Auckland war schon einmal vielversprechend, man konnte einen Blick auf schwarze Strände, interessante Hügel und eine grüne, sanft gewellte Hobbit-Landschaft erhaschen. Na gut, hier ist es zwölf Stunden später als zu Hause. Und es ist Sommer, wenn auch bedeckt und etwas regnerisch, trotzdem hat es 24 Grad und daheim in Deutschland eher um die Null Grad. Da wundert einen dann, dass trotzdem überall (sehr!) weihnachtlich dekoriert ist, es wimmelt von überladenen Christbäumen, aber bei den hiesigen Temperaturen kann man sich Weihnachten nicht so recht vorstellen.


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