Von Wanaka über den Haast Pass an die Westküste // Neuseeland Tag 14

 In Neuseeland, Tagebuch

Was Wasserfälle und blau-grünes Gletscherwasser betrifft, sind wir vielleicht etwas von Kanada verwöhnt. Beides können die Kanadier einfach richtig gut. Deshalb haben uns manche Stationen auf dem Weg zwischen Wanaka und der Westküste nicht allzu sehr beeindruckt.

Allen voran war da der Blue-Pools-Walk, der in allen Reiseführern angepriesen wird. Aber die Wanderung dahin (30 Min. hin+zurück) ist weniger spannend, der Regenwald drumrum nur mittelmäßig und außerdem sind ziemlich viele Leute da, Touristen und Einheimische. Das eisblaue Gletscherwasser hat am Fluss einige runde Ausbuchtungen ausgespült, aber so richtig spannend ist es da nur, wenn man baden will oder sich von der Brücke ins eiskalte Wasser fallen lässt. Das haben wir ein paar Mal beobachtet (bei anderen!), dann war es aber auch wieder gut.

Fantail Falls, Thunder Falls und Roaring Billy Waterfall: alles ganz nett, aber mehr nicht. Als Wasserfall an sich sind die Thunder Falls bei weitem am höchsten und auch am interessantesten. An den Fantail Falls haben Touristen im Flussbett lauter kleine Türmchen aus Flusskieseln gebaut – fast hübscher als die kleinen Falls.

Unsere Highlights waren eher die Bush-Walks, zum Beispiel der kurze Makarora Bush Nature Walk. Hier gibt es dichtesten, grünsten, farnigsten und moosigsten Urwald zu bestaunen. Kurz nach dem Haast Pass wird das Klima fast schlagartig westküstenmäßig feucht. Und das ist natürlich Voraussetzung für diesen tollen Regenwald.

Wunderschön war auch der Kahikatea Swamp Forest Walk bei Ship Creek, wo es über toll angelegte Boardwalks in Küstennähe an einer Flussmündung durch den Regenwald ging. Am Strand entlang gab es auch noch einen schönen Walk, für den wir aber leider keine Zeit mehr hatten. Kleiner Nachteil an der Westküste: sofort begrüßen einen die Sandflies, diese kleinen, bissigen Biester!

Jedenfalls fuhren wir weiter nach Franz Josef in unser Hostel, um morgen die Gletscher unsicher machen zu können.

Tagebuchprotokoll vom 19. Januar 2018
Gefahrene Distanz: 300 Km
Wanderungen: 9 Km
Unterkunft: Hostel, Franz Josef
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Kontakt

Wenn wir nicht hier sind, dann sind wir auf dem Sonnendeck. Oder am Strand. Auf nette Anfragen per Mail reagieren das Beutelthierchen und sein Team aber schnellstmöglich.

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