Kanada Tag 30 // Fährfahrt auf Vancouver Island, Victoria & eine Geisterstadt

 In Tagebuch

06.10.2017 – Immer, wenn wir Fähre fahren, ist das Wetter schlecht. Das war schon in Neuseeland so und hier scheint es sich zu wiederholen. Die Strecke von Tsawwassen auf Vancouver Island (Swartz Bay) soll ja sehr schön sein, aber es war wolkig, windig und kalt. Tatsächlich schafften wir schon die Fähre um 10 Uhr und waren so kurz nach halb zwölf auf Vancouver Island. Ein bisschen standen wir natürlich schon draußen, ließen uns den Wind um die Ohren pfeifen und schauten die Inseln an, zwischen denen wir hindurchfuhren.

Davor waren wir, so schnell Minnie Winnie und die Geschwindigkeitsbegrenzung es eben erlaubten, auf dem Trans-Canada-Highway 1 nach Vancouver und auf die Fähre gedüst. Die Nacht war doch wieder recht kalt gewesen, wir hatten nämlich schon wieder auf 1300 Metern gecampt. Als wir um sechs Uhr morgens aufstanden, war es noch stockdunkel, um sieben dann aber hell. Leider werden die Tage eben immer kürzer.

Von der Fähre aus fuhren wir gleich nach Victoria, Hauptstadt British Columbias und sehr ansehnliches Städtchen! Wir kurvten erst am Meer entlang und begutachteten hier die Villen und die toll angelegten Vorgärten. Da sind einige Prachtstücke mit Meerblick dabei! Parken in Victoria ist natürlich nicht ganz einfach, aber dann haben wir doch noch ein Plätzchen für Minnie gefunden und liefen zu Fuß in die Innenstadt.

Am und vor dem Royal Museum bewunderten wir Totempfähle, außerdem sehr gepflegte Rosengärten und andere Gartenanlagen am Fairmont Empress Hotel. Das Parliament Building erinnert an ein Schloss oder einen Prachtbau in Wien. Davor steht ein Sequoia von 1800: beeindruckend groß, hoch und weit ausladend mit dicken Ästen, die in Schlangenlinien erst zum Boden und dann erst wieder aufwärts wachsen, weil sie sonst zu schwer wären. Er wird wohl auch als Weihnachtsbaum genutzt, was wir uns gut vorstellen können.

Auch sonst war uns die kleine Stadt irgendwie sympathisch, teils recht alte Häuser (für hiesige Verhältnisse), nette Läden, Kneipen und Restaurants, außerdem das Meer gleich vor der Nase. Nach der Stadtbesichtigung gerieten wir ein wenig in den Feierabendverkehr, fuhren dann aber die Westküste ein Stück entlang Richtung Norden. Dabei erlebten wir den stärksten Regen unserer Kanadareise, oft war es ja eher so ein feiner Sprühregen, heute nicht, da goss es richtig und anhaltend.

Der kleine Campingplatz bei der Geisterstadt Jordan River (zumindest scheint da aktuell niemand mehr zu leben) war leider schon voll. Da es recht spät war, stellten wir uns einfach in die Parkbucht davor, direkt am Meer, hier standen auch andere Motorhomes bzw. Wohnwägen. Unser erstes Mal wild campen! In British Columbia darf man das, wenn es kein Verbotsschild gibt (in Alberta nicht!) und so bezahlten wir nichts und hatten dieselben Bedingungen wie der Campground nebenan. Auf der Straße war extrem wenig los und am Strand brachen sich die Wellen.

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Kommentar
  • Kaya
    Becky
    Antworten

    Wild campen😎🤘 Ihr Rebellen 😉

    Weil die Darstellung bzw. die Anzeige des Tagebuchs auf dem Handy nicht so funktioniert, nutze ich jetzt die Klassenarbeit Deutsch (Aufsicht) zum “nachlesen”. Freue mich schon sehr auf die Liveberichte

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