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as „Tongariro Crossing“ gilt als eine der schönsten Tageswanderungen der Welt. Manche halten die rund 19 Kilometer lange Tour entlang der Vulkankrater des Mt. Ngauruhoe und des Mt. Tongariro sogar für die schönste Wanderung der Welt überhaupt. Uns und dem Beutelthierchen ist das eigentlich egal. Für uns ist es zunächst nur die Wanderung, für die wir bislang am frühesten aufstehen mussten.

Um 6.00 Uhr klingelt unser Wecker. Der Rucksack steht schon gepackt in der Ecke. Wir werden wohl rund 8 Stunden unterwegs sein und auf etwa 1900 Meter aufsteigen. Da kann es windig und auch jetzt im neuseeländischen Sommer recht kalt werden. Deshalb haben wir natürlich dicke Fleecepullover, unsere Softshells und Regenjacken eingepackt. Zwei hartgekochte Eier, vier Äpfel, einige Dattel-Scones (Gebäckteilchen), zwölf Müsliriegel und viereinhalb Liter Wasser sind unser Proviant. Zum Glück ist das Thierchen auf Wanderungen recht genügsam, sonst müsste ich noch mehr schleppen.


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W

ir waren shoppen! Den Vormittag des 22.1., Samstag, haben wir tatsächlich dazu genutzt, durch die Einkaufsstraße von New Plymouth zu tigern und noch ein Wanderhemd und einen Hut für Marc bei Kathmandu (neuseeländische Marke) zu erstehen.

Dann haben wir uns allerdings in unser Auto geschwungen und auf den Weg vom einen Vulkan zum nächsten nach Osten gemacht, vom Taranaki zum Tongariro. Dazu haben wir den „Forgotten World Highway“ benutzt, der von Stratford nach Taumarunui führt. Toller Name, tatsächlich ist die Route nicht besonders spektakulär und auch nicht verlassener als andere Strecken, landschaftlich aber doch ganz hübsch. Es gibt an den Pässen immer wieder Aussichtspunkte auf Taranaki, die umliegenden Täler und rüber zum Tongariro bzw. Ruapehu. Allerdings war es auf der Fahrt bedeckt und irgendwann fing es an zu regnen, sodass man leider wirklich keine gute Sicht hatte.


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G

lühwürmchen glühen. In Neuseeland glühen Glühwürmchen praktischerweise an Höhlendecken, sodass man sie den ganzen Tag lang  und nicht nur nachts bestaunen kann. Und obwohl wir schon einige wenige Glühwürmchen in der Karangahake Gorge gesichtet haben, glühen sie offenbar ganz besonders gerne in den Höhlen rings um Waitomo.

Auch sonst haben diese Glowworms (Arachnocampa luminosa) nicht besonders viel mit europäischen Glühwürmchen zu tun. Sie können nicht fliegen, sondern sind Larven, die an Höhlendecken kleben und dort lange klebrige Fäden spinnen, die herunterhängen. Dann glühen sie, in Gruppen, damit in die Höhle fliegende Insekten glauben den Sternenhimmel über sich zu haben und hinfliegen. Sie verheddern sich und werden von den Glowworms gefressen. Nicht besonders romantisch. Fressen müssen sie aber, denn einmal verpuppt und als Fliege geschlüpft zeugen sie nur weitere Glowworms und sterben bald: sie können als „fertiges“ Insekt nicht fressen, denn sie besitzen keinen Mund!


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Cricket in Rotorua

Eine gepflegte Cricket-Partie im Government Garden von Rotorua.

R

otorua wird manchmal auch „Rotten-rua“ genannt, weil es dort etwas verrottet riecht. Schwefeldämpfe kommen allüberall, auch mitten im Stadtgebiet, aus der Erde. Die Kruste ist hier besonders dünn, Rotorua liegt auf der „Taupo Volcanic Zone“ und es dampft, brodelt, blubbert, sprudelt, spritzt, kocht und raucht also heiß aus der Erde heraus. Und das riecht eben nicht gut.

Umsonst kann man sich das im Kuirau Park und den Government Gardens, wo vor dem Fachwerksgebäude des Rotorua Museums weißgekleidete Rentner Cricket spielen, ansehen. Spektakulärer und bunter wird es aber natürlich bei der Bezahlvariante „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“, eines von drei Angeboten, für das wir uns schließlich entschieden haben (17.1.).


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