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ie unterscheiden sich denn nun Neuseeland und Australien? „So eine dumme Frage!“, muss ich mir da gleich selbst zurufen, „das kann man doch gar nicht vergleichen! Zwei komplett verschiedene Länder!“ – „Naja, aber ich könnte es doch versuchen, wir sind jetzt schon ein paar Wochen in Australien und zumindest erste Eindrücke…“ – „Na, dann versuch es doch, wirst schon sehen, wohin das führt!“ – „…“

Okay, natürlich, man kann Neuseeland und Australien irgendwie schlecht vergleichen. Beide sind sich vor allem darin ähnlich, dass sie englisch geprägt sind: man spricht Englisch, fährt links und „genießt“ teilweise die englische Küche. Aber das kam ja eigentlich erst später. Und sonst? Neuseeland „ist“ zwei Inseln, klein, schmal, extrem grün und teilweise ziemlich nass. Australien ist riesig, ein Kontinent mit roter verbrannter Erde, ausgetrocknet oder gleich überschwemmt. So weit wie das Land ist aber auch der Himmel, nirgendwo kann es mehr Himmel geben als im australischen Outback. Und nirgendwo kann es besser riechen als in einem australischen Eukalyptuswald, würzig und atembefreiend, wobei die meisten Wälder in Australien Eukalyptuswälder sind.


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A

ngekommen. Das Beutelthierchen ist in Australien. Endlich! Denn hier gehört es ja eigentlich auch hin. Ins Land der Beuteltiere. Ins Land der K-Tiere: Koalas, Känguruhs, Kakadus und Krokodile. Wobei sich das Beutelthierchen ehrlicherweise vor den Letztgenannten ein wenig fürchtet. Krokodile haben einfach ein paar Zahnreihen zuviel, findet das Beutelthierchen. Aber Koalas und Känguruhs sind natürlich toll. Sind ja auch Artgenossen vom Thierchen und genauso kuschelig. Aber jetzt muss dieses Land, das ja ein ganzer riesiger Kontinent ist, erstmal entdeckt und vom Thierchen und seinen beiden Kumpanen (auch mit „K“) erobert werden.

Die zwei Monate in Neuseeland haben dem Beutelthierchen ja sehr, sehr gut gefallen. Die vielen, vielen, vielen traumhaft wilden und traumhaft schönen Strände zum Beispiel. Oder die Vulkane und die anderen Berge und natürlich die Regenwälder, durch die das Thierchen fast jeden Tag gewandert ist.

Jetzt aber soll Australien erkundet werden. Von der West- zur Ostküste ist Australien 4000 Kilometer breit und vom Nordzipfel bis zur Südspitze sind es auch noch 3700 Kilometer. Das heißt also, dass das Beutelthierchen sich nicht das ganze Land ansehen kann. Da wäre es sonst nicht zwei Monate, sondern zwei Jahre unterwegs. Aber der Süden und der Osten soll näher angeschaut werden, konkret die Strecke von Adelaide über Melbourne und Sydney bis hoch nach Brisbane (und ein Stückchen drüber hinaus). Und im Norden wird die Gegend um Darwin erkundet und schließlich auch das rote Zentrum: Alice Springs und der Uluru. Das aber erst ganz zum Schluß der Reise, wenn es dort nicht mehr ganz so heiß ist.


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egen Ende unserer Neuseelandreise (am 24.2.) haben sich zwei meiner Leidenschaften aufs Trefflichste verbunden: Essen und das Meer. An der Westküste, nördlich der verregneten Fjordlands und Gletscherregion, liegen die „Pancake-Rocks“ an der Tasman-Sea. Benannt sind die ins Meer ragenden Felsformationen so, weil sie riesigen Bergen aufeinandergestapelter Pfannkuchen ähneln. Zu unserer Überraschung sind an der Küste nicht nur etwa zwei solcher Felsen, sondern eine ganze Reihe, an denen entlang man auf einem Weg schlendern kann.

Pancake Rocks in Neuseeland

Zum Anbeißen, aber aus Stein: Die Pancake Rocks


Und an manchen Stellen befinden sich sogar sogenannte „Blowholes“, die sozusagen das Sahnehäubchen auf die Pfannkuchen setzen. In Form von durch Tunneln aus Felslöchern spritzender Gischt, versteht sich. Und da steht man dann eine Weile, fotografiert und wartet auf besonders machtvoll heranwallende Wellen, die in den Felsritzen hochsteigen und dann die Pancakes mit Salzwasser-Puderzucker überstäuben. Durchaus angenehmer Zeitvertreib! Insgesamt beeindruckender als gedacht, diese Pancake-Rocks.


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igentlich hätte man es sich denken können. Schließlich steckt es ja schon im Wort: Regenwald. Und so darf man sich dann auch nicht darüber beschweren, dass es regnete. Schade war es trotzdem, dass unser Besuch von Neuseelands Südwesten ziemlich naß wurde. Immerhin bei unserer Fahrt über den Milford-Sound hatten wir sonniges Bilderbuchwetter. Aber der Reihe nach…

Für viele Neuseeland-Fans zählt der äußerste Südwesten der Südinsel zu den absoluten Highlights. Dort erstreckt sich der Fiordland-Nationalpark, geprägt von den gebirgigen Regenwäldern und insgesamt 14 tiefen Einschnitten, den Fjorden, die sich von der Tasman-See bis weit ins Landesinnere ziehen. Und es ist tatsächlich eine besondere Landschaft. Wir waren die Tage zuvor ja in den Catlins, ganz im Süden Neuseelands, unterwegs gewesen und hatten allerlei Gethier aufgestöbert. Jetzt ging es also wieder ein Stück gen Norden. Der State Highway 94 führte uns über das Örtchen Monowai nach Te Anau, dem touristischen Zentrum des Fiordlands. Bei einem Zwischenstopp hatten wir uns noch im „Dean Forest“ umgesehen und dort die wirklich uralten Totara-Bäume bewundert. Die größten und ältesten davon haben mehr als 1000 Jahre auf dem Buckel bzw. auf dem Holz.


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M

an kommt nicht nach Neuseeland, um zu sehen, was die Menschen gemacht haben, sondern um das zu sehen, was sie noch nicht „weggemacht“ haben. So ähnlich habe ich das gelesen und so könnte man formulieren, dass man wirklich nicht wegen der Städte nach Neuseeland fährt, sondern wegen der Natur, die die Menschen noch nicht zerstört haben. Das hatten wir ja in Auckland auch schon festgestellt und es hat sich immer weiter bestätigt: Oamaru, Dunedin, Invercargill, ganz zu schweigen von noch kleineren Orten auf der Südinsel, alles nicht der Hit!

Die Orte sehen seltsam in die Landschaft gesetzt aus, als hätte jemand ein paar Straßenzüge aus Lego gebaut und diese dann achtlos in die Gegend geworfen. Manchmal gibt es nur die Hauptstraße, die zwar nach Stadt aussieht, aber dahinter ist schon wieder Ende, es gibt keine Parallelstraßen. Oder es gibt zwar mehrere Straßen mit städtischem Flair, aber dann endet die Innenstadt ganz abrupt und danach kommt gar nichts mehr. So ist es etwa in Oamaru, wo zwar einige sehr hübsche und große Gebäude aus dem weißen Kalkstein stehen, der hier in der Nähe gewonnen wird, klassizistische Paläste mit Säulenreihen, in denen sich Banken befinden zum Beispiel. Das Städtchen liegt am Meer. Es gibt aber nicht etwa eine Strandpromenade, nein, die Stadt endet ein paar hundert Meter vor dem Meer und dazwischen ist nur Brachland mit wenigen heruntergekommenen Fabrikgebäuden. Das wirkt wirklich seltsam!


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M

it den Neuseeländern ist das ja so eine Sache. Sie selbst bezeichnen sich als „Kiwis“, wobei wir Deutsche da zuerst an haarige Früchtchen, dann vielleicht an diesen seltsamen Vogel denken. Fragte man Neuseeländer selbst nach ihrer Identität oder nationalen Besonderheiten, so lautete die Antwort vermutlich häufig: Natur, Sport und Berge. Kein Wunder also, dass es ausgerechnet ein Bergsteiger ist, der in Neuseeland quasi Nationalheiliger ist. Aber natürlich nicht irgendein Bergsteiger, sondern eben Sir Edmund Hillary, der durch die Erstbesteigung des Mount Everest ja tatsächlich weltbekannt wurde.

Geübt hat Hillary in den Neuseeländischen Alpen. Fünf Jahre vor der legendären Tour auf den Gipfel des Everest bestieg Edmund Hillary auch den höchsten Berg Neuseelands. Ihm gelang 1948 dessen Erstbesteigung über den Südgrat. Ganz so hoch hinaus (der Mt. Cook ist immerhin 3.754 Meter hoch) zog es uns zwar nicht. Aber das Bergmassiv rund um Aoraki/Mt. Cook, wie der Berg korrekt heißt, wollten wir uns doch ansehen.


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