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egen Ende unserer Neuseelandreise (am 24.2.) haben sich zwei meiner Leidenschaften aufs Trefflichste verbunden: Essen und das Meer. An der Westküste, nördlich der verregneten Fjordlands und Gletscherregion, liegen die „Pancake-Rocks“ an der Tasman-Sea. Benannt sind die ins Meer ragenden Felsformationen so, weil sie riesigen Bergen aufeinandergestapelter Pfannkuchen ähneln. Zu unserer Überraschung sind an der Küste nicht nur etwa zwei solcher Felsen, sondern eine ganze Reihe, an denen entlang man auf einem Weg schlendern kann.

Pancake Rocks in Neuseeland

Zum Anbeißen, aber aus Stein: Die Pancake Rocks


Und an manchen Stellen befinden sich sogar sogenannte „Blowholes“, die sozusagen das Sahnehäubchen auf die Pfannkuchen setzen. In Form von durch Tunneln aus Felslöchern spritzender Gischt, versteht sich. Und da steht man dann eine Weile, fotografiert und wartet auf besonders machtvoll heranwallende Wellen, die in den Felsritzen hochsteigen und dann die Pancakes mit Salzwasser-Puderzucker überstäuben. Durchaus angenehmer Zeitvertreib! Insgesamt beeindruckender als gedacht, diese Pancake-Rocks.


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igentlich hätte man es sich denken können. Schließlich steckt es ja schon im Wort: Regenwald. Und so darf man sich dann auch nicht darüber beschweren, dass es regnete. Schade war es trotzdem, dass unser Besuch von Neuseelands Südwesten ziemlich naß wurde. Immerhin bei unserer Fahrt über den Milford-Sound hatten wir sonniges Bilderbuchwetter. Aber der Reihe nach…

Für viele Neuseeland-Fans zählt der äußerste Südwesten der Südinsel zu den absoluten Highlights. Dort erstreckt sich der Fiordland-Nationalpark, geprägt von den gebirgigen Regenwäldern und insgesamt 14 tiefen Einschnitten, den Fjorden, die sich von der Tasman-See bis weit ins Landesinnere ziehen. Und es ist tatsächlich eine besondere Landschaft. Wir waren die Tage zuvor ja in den Catlins, ganz im Süden Neuseelands, unterwegs gewesen und hatten allerlei Gethier aufgestöbert. Jetzt ging es also wieder ein Stück gen Norden. Der State Highway 94 führte uns über das Örtchen Monowai nach Te Anau, dem touristischen Zentrum des Fiordlands. Bei einem Zwischenstopp hatten wir uns noch im „Dean Forest“ umgesehen und dort die wirklich uralten Totara-Bäume bewundert. Die größten und ältesten davon haben mehr als 1000 Jahre auf dem Buckel bzw. auf dem Holz.


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an kommt nicht nach Neuseeland, um zu sehen, was die Menschen gemacht haben, sondern um das zu sehen, was sie noch nicht „weggemacht“ haben. So ähnlich habe ich das gelesen und so könnte man formulieren, dass man wirklich nicht wegen der Städte nach Neuseeland fährt, sondern wegen der Natur, die die Menschen noch nicht zerstört haben. Das hatten wir ja in Auckland auch schon festgestellt und es hat sich immer weiter bestätigt: Oamaru, Dunedin, Invercargill, ganz zu schweigen von noch kleineren Orten auf der Südinsel, alles nicht der Hit!

Die Orte sehen seltsam in die Landschaft gesetzt aus, als hätte jemand ein paar Straßenzüge aus Lego gebaut und diese dann achtlos in die Gegend geworfen. Manchmal gibt es nur die Hauptstraße, die zwar nach Stadt aussieht, aber dahinter ist schon wieder Ende, es gibt keine Parallelstraßen. Oder es gibt zwar mehrere Straßen mit städtischem Flair, aber dann endet die Innenstadt ganz abrupt und danach kommt gar nichts mehr. So ist es etwa in Oamaru, wo zwar einige sehr hübsche und große Gebäude aus dem weißen Kalkstein stehen, der hier in der Nähe gewonnen wird, klassizistische Paläste mit Säulenreihen, in denen sich Banken befinden zum Beispiel. Das Städtchen liegt am Meer. Es gibt aber nicht etwa eine Strandpromenade, nein, die Stadt endet ein paar hundert Meter vor dem Meer und dazwischen ist nur Brachland mit wenigen heruntergekommenen Fabrikgebäuden. Das wirkt wirklich seltsam!


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it den Neuseeländern ist das ja so eine Sache. Sie selbst bezeichnen sich als „Kiwis“, wobei wir Deutsche da zuerst an haarige Früchtchen, dann vielleicht an diesen seltsamen Vogel denken. Fragte man Neuseeländer selbst nach ihrer Identität oder nationalen Besonderheiten, so lautete die Antwort vermutlich häufig: Natur, Sport und Berge. Kein Wunder also, dass es ausgerechnet ein Bergsteiger ist, der in Neuseeland quasi Nationalheiliger ist. Aber natürlich nicht irgendein Bergsteiger, sondern eben Sir Edmund Hillary, der durch die Erstbesteigung des Mount Everest ja tatsächlich weltbekannt wurde.

Geübt hat Hillary in den Neuseeländischen Alpen. Fünf Jahre vor der legendären Tour auf den Gipfel des Everest bestieg Edmund Hillary auch den höchsten Berg Neuseelands. Ihm gelang 1948 dessen Erstbesteigung über den Südgrat. Ganz so hoch hinaus (der Mt. Cook ist immerhin 3.754 Meter hoch) zog es uns zwar nicht. Aber das Bergmassiv rund um Aoraki/Mt. Cook, wie der Berg korrekt heißt, wollten wir uns doch ansehen.


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Paradies auf Erden

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a, so könnte es wohl aussehen, wenn man sich ein Paradies auf Erden ausmalen dürfte: lange abwechselnd weiße und goldene Strände, unglaublich türkisfarbenes, klares Meer, das in leichten Wellen am Ufer leckt, strahlender Sonnenschein, an der Küste grüner, schattiger Urwald mit Farnen und Moosen. Und nur ab und zu andere Menschen, sodass man dieses Paradies fast für sich allein hat.

Und ungefähr so war es dann, als wir am 2. Februar den kleinsten Nationalpark Neuseelands erkundeten, den Abel Tasman National Park. Von unserem Cottage in Collingwood aus fuhren wir erst einmal direkt hinein in den Park, bis nach Totaranui, wo ein riesiger DOC-Campingplatz liegt. (DOC ist die neuseeländische Naturschutz- und Tourismusorganisation, die unter anderem Tiere rettet, Wanderwege präpariert und einfache Campsites betreibt.)


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