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ie unterscheiden sich denn nun Neuseeland und Australien? „So eine dumme Frage!“, muss ich mir da gleich selbst zurufen, „das kann man doch gar nicht vergleichen! Zwei komplett verschiedene Länder!“ – „Naja, aber ich könnte es doch versuchen, wir sind jetzt schon ein paar Wochen in Australien und zumindest erste Eindrücke…“ – „Na, dann versuch es doch, wirst schon sehen, wohin das führt!“ – „…“

Okay, natürlich, man kann Neuseeland und Australien irgendwie schlecht vergleichen. Beide sind sich vor allem darin ähnlich, dass sie englisch geprägt sind: man spricht Englisch, fährt links und „genießt“ teilweise die englische Küche. Aber das kam ja eigentlich erst später. Und sonst? Neuseeland „ist“ zwei Inseln, klein, schmal, extrem grün und teilweise ziemlich nass. Australien ist riesig, ein Kontinent mit roter verbrannter Erde, ausgetrocknet oder gleich überschwemmt. So weit wie das Land ist aber auch der Himmel, nirgendwo kann es mehr Himmel geben als im australischen Outback. Und nirgendwo kann es besser riechen als in einem australischen Eukalyptuswald, würzig und atembefreiend, wobei die meisten Wälder in Australien Eukalyptuswälder sind.


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Wegen der Quartierswahl haben wir nach Auckland ja sofort unsere Routenplanung geändert. Klar war, dass wir zuerst Northland bereisen (also alles nördlich von Auckland), eigentlich wollten wir aber erst die West-, dann die Ostküste machen, was wir nun umgedreht haben. Die Ostküste ist sanfter und so war unser Neuseeland-Einstieg auch ein sanfter, klar ist allerdings jetzt schon: Neuseeland ist (von fast allem) eine Steigerung.

Okay, wir hatten festgestellt, dass es in Neuseeland 12 Stunden später ist, wir also 12 Stunden früher dran sind. Ob wir mit den Jahreszeiten allerdings ein halbes Jahr später oder früher dran sind, das lässt sich wohl schwer beurteilen. Jedenfalls ist es Sommer und folglich heißer (momentan so um die 25 Grad). Hier auf der Nordinsel aber auch deutlich feuchter als bei uns im Durchschnitt, die Luftfeuchtigkeit ist einfach höher, denn hier sind wir schon in beinahe subtropischen Bereichen, es kommt einem zusätzlich also noch wärmer vor. Andererseits ist es aber auch windiger in Neuseeland, sodass man die Wärme und Schwüle ganz gut aushalten kann (wie soll es dann aber noch im „Windy Wellington“ werden?). Wenn es bisher geregnet hat (2-3x), dann auch nicht in dicken Tropfen, sondern eher in einem kurzen Sprühregen wie aus der Sprühflasche, dann war es auch schon wieder vorbei.


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Wir beide sind ja nicht unbedingt großgewachsene, blonde und blauäugige „Vorzeigedeutsche“. Wir tragen auch keine Deutschland-T-Shirts oder -Fahnen mit uns herum. In dem bewussten Moment haben wir noch nicht einmal Deutsch miteinander gesprochen. Trotzdem wurden wir aber natürlich sofort als Deutsche identifiziert. Von wem? Von einer Supermarktkassiererin. Warum? Weil wir mehrmals die Annahme der mehrmals angebotenen Plastiktüten verweigerten und stattdessen alles in unserem eigenen Rucksack verstauten (wir haben vor allem neuseeländisches Obst gekauft). Sowas machen wohl nur Deutsche.


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