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ach all dem Stadtleben und den ganzen aufgebrezelten Menschen in Wellington hatten wir natürlich wieder richtig Lust auf Natur, frische Luft, Einsamkeit und Wandern. Also fuhren wir am 30.1. schnurstracks aus der Stadt raus und über die uns schon bekannten, damals von Masterton aus überquerten Rimutaka Ranges in das Weinbaugebiet Wairarapa. In den Wein- und Delikatessenorten Martinborough und Greytown hielten wir aber gar nicht, sondern fuhren weiter bis an die Südküste, um dort den südlichsten Punkt der Nordinsel, Cape Palliser, zu erkunden.

Auf dem Weg dorthin liegen allerdings die Putangirua Pinnacles, zu denen man wandern kann, was wir natürlich nicht versäumten. Hier stehen nicht nur eindrucksvolle, von Wasser und Wind aus dem lockeren Gestein gelöste Felssäulen in der Gegend herum, hier wurde auch mal wieder ein Teil aus „Herr der Ringe“ gedreht: Aragorns Ritt in die Pfade der Toten.

So sieht die karge Landschaft auch aus und bei Sturm ist es wahrscheinlich nicht ganz ungefährlich zwischen den weichen Steintürmen… Wir drei stapften jedenfalls durch das hinführende Flussbett und dann sowohl auf einen Aussichtsberg, von dem aus man die Pinnacles von oben bewundern konnte, als auch wagemutig zwischen ihren Füßen herum, was dann doch ein klein wenig unheimlich war.


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as „Tongariro Crossing“ gilt als eine der schönsten Tageswanderungen der Welt. Manche halten die rund 19 Kilometer lange Tour entlang der Vulkankrater des Mt. Ngauruhoe und des Mt. Tongariro sogar für die schönste Wanderung der Welt überhaupt. Uns und dem Beutelthierchen ist das eigentlich egal. Für uns ist es zunächst nur die Wanderung, für die wir bislang am frühesten aufstehen mussten.

Um 6.00 Uhr klingelt unser Wecker. Der Rucksack steht schon gepackt in der Ecke. Wir werden wohl rund 8 Stunden unterwegs sein und auf etwa 1900 Meter aufsteigen. Da kann es windig und auch jetzt im neuseeländischen Sommer recht kalt werden. Deshalb haben wir natürlich dicke Fleecepullover, unsere Softshells und Regenjacken eingepackt. Zwei hartgekochte Eier, vier Äpfel, einige Dattel-Scones (Gebäckteilchen), zwölf Müsliriegel und viereinhalb Liter Wasser sind unser Proviant. Zum Glück ist das Thierchen auf Wanderungen recht genügsam, sonst müsste ich noch mehr schleppen.


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