Reisetipps: Nordinsel Neuseeland


Matthias Claudius wußte es und wir wissen es auch. „Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen”, so schrieb Claudius in seinem „Urians Reise um die Welt“. Und wir schreiben hier im Blog, was wir hier in Neuseeland so erleben und was erlebenswert ist.

An dieser Stelle einige Reise- und Wandertipps:

  • *** Panoramablick auf Auckland: Wer wirklich was von Auckland sehen will, braucht dafür nicht auf den Skytower zu fahren. Der Mt. Eden (der höchste der ehem. Vulkanberge des Stadtgebiets) bietet einen wirklichen fantastischen Ausblick auf die Skyline, die Bucht und das Umland. Und den Blick in den Vulkankrater gibt es als Zugabe obendrein. Wir sind direkt von der Innenstadt aus auf den Mt. Eden gewandert. Gehzeit rund eine halbe Stunde. Es lohnt sich.
  • ** Kurzwanderung am ‚Cape Reinga: Der Trip zum Leuchtturm von Cape Reinga, dem nördlichsten Zipfel Neuseelands, gehört ja quasi zum Pflichtprogramm jedes Neuseelandbesuchs. Ob sich die weite Fahrt entlang des ‚Ninety-Mile-Beach‘ wirklich nur wegen des Blicks auf das Aufeinandertreffen von Pazifik und Tasmansee lohnt, ist die Frage. Wenn man schonmal dort ist, sollte man sich auf keinen Fall die Wanderung in Richtung des Cape Maria van Diemen entgehen lassen. Direkt ab Cape Reinga führt der Coastal Walkway nach Südwesten und die Sicht auf die steil abfallenden Küstenhänge ist wirklich grandios. So ist man schneller als gedacht am Te Werahi Beach angekommen. Für Hin- und Rückweg haben wir etwa eine Stunde gebraucht.
  • * Goldige Entdeckungstouren in der Karangahake Gorge: Wer von der Coromandel-Halbinsel in Richtung Rotorua oder Hamilton fährt, der sollte sich 1-2 Stunden für einen Abstecher in die Karangahake Gorge Zeit nehmen. Direkt ab dem Parkplatz an der SH2 (zwischen Waihi und Paeroa) zweigen verschiedene Wanderrouten ab. Einige davon führen durch Stollen aus Zeiten des Goldrauschs des späten 19. Jahrhunderts. Deshalb auf alle Fälle eine Taschen- und/oder Stirnlampe mitnehmen. In einigen Stollen kann man auch Glühwürmchen entdecken. Da kann man sich den Besuch der Waitomo-Caves fast sparen. 😉
  • ** Waldhütten am Hokianga-Harbour: Wer von Vogelgezwitscher geweckt werden möchte und auf dem Weg zu Cape Reinga oder den Kauri-Wäldern eine nette, saubere Unterkunft sucht, dem sei die ‚Tree House Backpackers Lodge‚ in Kohukohu empfohlen. Es gibt drei kleine Holzhütten und das Haupthaus (dort sind Küche, Bad, Duschen, zwei Schlaf- und Gemeinschaftsräume untergebracht), die Gebäude sind über Stege und Wege miteinander verbunden, die Küche ist hervorragend ausgestattet.
  • **** Ruakuri-Bushwalk: An Wanderwegen herrscht hier in Neuseeland ja kein Mangel. Es gibt fast überall tolle Walks & Tracks, die vom hiesigen DOC ausgeschildert und gepflegt werden. Der Ruakuri-Bushwalk, der wenige Kilometer südwestlich von Waitomo beginnt, ist dennoch eine Empfehlung wert. Denn so vielfältig erlebt man kaum anderswo den subtropischen Regenwald der Nordinsel. Verschlungene Pfade, Lianengeflecht, Baumfarne, Bäche, kleine Höhlen und vieles mehr. Das alles ist in knapp einer Stunde Gehzeit zu sehen. Der Ruakuri-Bushwalk lohnt sich.
  • **** Bilderbuch-Wasserfälle bei Marokopa: Wer der SH37 vom Glühwürmchen-Dorf Waitomo aus nochmal gut 30km nach Westen in Richtung Küste folgt, der findet dort einen der schönsten Wasserfälle Neuseelands. Die Marokopa-Falls stürzen (eingerahmt von dichtem Regenwald) mehr als 30 Meter in die Tiefe. Da das Wasser unten zum Teil auf Felsen trifft und feine Gischt aufgewirbelt wird, macht bei Sonnenschein ein Regenbogen den Anblick perfekt. Von der Straße aus geht man kaum 5 Minuten zu diesem Schauspiel.

Folgende Reiseführer zu Neuseeland können wir empfehlen:

  • Der DuMont-Reiseführer „Neuseeland“ von Hans Klüche gibt auf 496 Seiten einen guten Überblick über die einzelnen Regionen und Landschaften Neuseelands und hat gute Tipps parat. Außerdem glänzt er mit vielen schönen Fotos (alle in Farbe).
  • Das „Neuseeland Reisehandbuch“ von Dietrich Höllhuber (Michael Müller Verlag) ist fast 900 Seiten stark, ist entsprechend detaillierter und insgesamt informativer (dafür sind die meisten Fotos nur s/w). Wenn im Reisegepäck nur für einen Reiseführer Platz ist, dann aber unbedingt das dickere Neuseeland Reisehandbuch mitnehmen: