G

lühwürmchen glühen. In Neuseeland glühen Glühwürmchen praktischerweise an Höhlendecken, sodass man sie den ganzen Tag lang  und nicht nur nachts bestaunen kann. Und obwohl wir schon einige wenige Glühwürmchen in der Karangahake Gorge gesichtet haben, glühen sie offenbar ganz besonders gerne in den Höhlen rings um Waitomo.

Auch sonst haben diese Glowworms (Arachnocampa luminosa) nicht besonders viel mit europäischen Glühwürmchen zu tun. Sie können nicht fliegen, sondern sind Larven, die an Höhlendecken kleben und dort lange klebrige Fäden spinnen, die herunterhängen. Dann glühen sie, in Gruppen, damit in die Höhle fliegende Insekten glauben den Sternenhimmel über sich zu haben und hinfliegen. Sie verheddern sich und werden von den Glowworms gefressen. Nicht besonders romantisch. Fressen müssen sie aber, denn einmal verpuppt und als Fliege geschlüpft zeugen sie nur weitere Glowworms und sterben bald: sie können als „fertiges“ Insekt nicht fressen, denn sie besitzen keinen Mund!


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Cricket in Rotorua

Eine gepflegte Cricket-Partie im Government Garden von Rotorua.

R

otorua wird manchmal auch „Rotten-rua“ genannt, weil es dort etwas verrottet riecht. Schwefeldämpfe kommen allüberall, auch mitten im Stadtgebiet, aus der Erde. Die Kruste ist hier besonders dünn, Rotorua liegt auf der „Taupo Volcanic Zone“ und es dampft, brodelt, blubbert, sprudelt, spritzt, kocht und raucht also heiß aus der Erde heraus. Und das riecht eben nicht gut.

Umsonst kann man sich das im Kuirau Park und den Government Gardens, wo vor dem Fachwerksgebäude des Rotorua Museums weißgekleidete Rentner Cricket spielen, ansehen. Spektakulärer und bunter wird es aber natürlich bei der Bezahlvariante „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“, eines von drei Angeboten, für das wir uns schließlich entschieden haben (17.1.).


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Bei der neuseeländischen Steigerung habe ich übrigens noch was vergessen: hier sind auch die Ortsnamen niedlicher! Einige Nächte lang waren wir bei Kohukohu, dann führte unser Weg vorbei an Wekaweka und Kaukapakapa. Gehalten haben wir am Strand von Karekare (Drehort von „Das Piano“). Waipapa und Kerikeri an der Bay of Islands haben wir ausgelassen, durchfahren haben wir allerdings Kawakawa (wo Hundertwasser Toiletten gebaut hat!), Pakaraka und auch Kihikihi.


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K

aum sind wir eine gute Woche aus Auckland raus, schon weiß ich nicht mehr, wie viele Buchten und Strände ich schon gesehen habe. Dabei waren sie alle bemerkens- und merkenswert! Läge auch nur eine dieser Buchten in Italien, würde ein riesiger Wirbel darum gemacht.

Wie schon angedeutet haben wir unseren ursprünglichen Plan gleich mal umgeschmissen und sind von Auckland aus nicht die Westküste hinauf gefahren, sondern im Osten hoch in den warmen Norden. Klingt komisch, ist aber so, auf der Südhalbkugel eben umgekehrt: Norden = wärmer, Süden = kühler.

Aufregend war natürlich erst einmal, überhaupt das erste Stück mit dem Mietwagen zu fahren, in den wir nach einem etwas umständlichen Abholungsmanöver (aus der Stadt raus zum Flughafen und von dort mit dem Abholservice des Verleihers zum Mietwagenverleiher) erst mittags einsteigen konnten. Es klappte aber alles perfekt, die Automatik war schnell erklärt und schon rollte unser Toyota Corolla Spacio los, links natürlich. Einziges Problem war (und ist) eigentlich, dass der Blinker halt auch an der anderen Seite ist. So stehen wir jetzt manchmal an Kreuzungen und der Scheibenwischer wischt fleißig, bei strahlendem Sonnenschein.


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Wegen der Quartierswahl haben wir nach Auckland ja sofort unsere Routenplanung geändert. Klar war, dass wir zuerst Northland bereisen (also alles nördlich von Auckland), eigentlich wollten wir aber erst die West-, dann die Ostküste machen, was wir nun umgedreht haben. Die Ostküste ist sanfter und so war unser Neuseeland-Einstieg auch ein sanfter, klar ist allerdings jetzt schon: Neuseeland ist (von fast allem) eine Steigerung.

Okay, wir hatten festgestellt, dass es in Neuseeland 12 Stunden später ist, wir also 12 Stunden früher dran sind. Ob wir mit den Jahreszeiten allerdings ein halbes Jahr später oder früher dran sind, das lässt sich wohl schwer beurteilen. Jedenfalls ist es Sommer und folglich heißer (momentan so um die 25 Grad). Hier auf der Nordinsel aber auch deutlich feuchter als bei uns im Durchschnitt, die Luftfeuchtigkeit ist einfach höher, denn hier sind wir schon in beinahe subtropischen Bereichen, es kommt einem zusätzlich also noch wärmer vor. Andererseits ist es aber auch windiger in Neuseeland, sodass man die Wärme und Schwüle ganz gut aushalten kann (wie soll es dann aber noch im „Windy Wellington“ werden?). Wenn es bisher geregnet hat (2-3x), dann auch nicht in dicken Tropfen, sondern eher in einem kurzen Sprühregen wie aus der Sprühflasche, dann war es auch schon wieder vorbei.


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