Neuseeland und Australien – ein Vergleich?

// Erste Eindrücke und Unterschiede

 In Australien, Beutelei, Neuseeland, Reiseberichte

Wie unterscheiden sich denn nun Neuseeland und Australien? „So eine dumme Frage!“, muss ich mir da gleich selbst zurufen, „das kann man doch gar nicht vergleichen! Zwei komplett verschiedene Länder!“ – „Naja, aber ich könnte es doch versuchen, wir sind jetzt schon ein paar Wochen in Australien und zumindest erste Eindrücke…“ – „Na, dann versuch es doch, wirst schon sehen, wohin das führt!“ – „…“
Okay, natürlich, man kann Neuseeland und Australien irgendwie schlecht vergleichen. Beide sind sich vor allem darin ähnlich, dass sie englisch geprägt sind: man spricht Englisch, fährt links und „genießt“ teilweise die englische Küche. Aber das kam ja eigentlich erst später. Und sonst? Neuseeland „ist“ zwei Inseln, klein, schmal, extrem grün und teilweise ziemlich nass. Australien ist riesig, ein Kontinent mit roter verbrannter Erde, ausgetrocknet oder gleich überschwemmt. So weit wie das Land ist aber auch der Himmel, nirgendwo kann es mehr Himmel geben als im australischen Outback. Und nirgendwo kann es besser riechen als in einem australischen Eukalyptuswald, würzig und atembefreiend, wobei die meisten Wälder in Australien Eukalyptuswälder sind.

Kakadus sieht man in Australien an jeder Ecke.

In Neuseeland gibt es außer den Meeresbewohnern kaum Tiere, nur ein paar flugunfähige Vögel und Keas, alle Vögel sieht man nicht sehr oft. In Australien wimmelt es nur so von Tieren, alles hüpft und klettert und läuft und kriecht und flattert. Und die australischen Tiere sind gar nicht scheu (anders als Kiwis), wir haben inzwischen schon viele Emus, Kängurus, Wombats, Koalas, Possums, Kakadus, Papageien und sogar Schnabeligel aus der Nähe gesehen! In Neuseeland gibt es keine giftigen Tiere, nichts was einen töten kann. In Australien gibt es jede Menge giftige Schlangen, Quallen und Spinnen, gefräßige Krokodile und angriffslustige Haie. Davon ist uns aber noch nichts über den Weg gelaufen, möge es so bleiben!

Australien und Neuseeland sind beide extrem dünn besiedelt, aber in Australien gibt es dennoch richtige Städte, in Neuseeland nicht. Neuseelands „Städte“ wirken selbst gegen das angeblich verschnarchte Adelaide provinziell, ganz zu schweigen von Melbourne (und wahrscheinlich Sydney). Das ist schon fast erholsam, nach einem so langen Neuseelandaufenthalt mal wieder in einer echten Stadt zu sein, mit Verkehr und Festen, mit Märkten und verrückten Menschen usw… Die australischen Vor- und Kleinstädte ähneln den neuseeländischen allerdings, nur sind die Häuser seltener aus Holz, sondern meist doch Steinhäuser. Der Abstand zwischen den Wohnhäusern ist jedoch noch geringer, zwischen zwei Häusern ist oft nur eine Autobreite Abstand. Keine Ahnung, warum in diesen Ländern dermaßen eng gebaut wird!

Jede Menge Platz: Im australischen Outback geht es meistens geradeaus.

Die Neuseeländer sind sehr, sehr freundlich. Die Australier sind hingegen noch freundlicher, wenn das überhaupt geht. In Neuseeland grüßt jeder, in Australien fällt meist noch ein netter Satz (über das Wetter o.Ä.). Sobald man auf eine Karte sieht, wird man gefragt, ob man Hilfe oder Hinweise gebrauchen könne. Steht man etwas ratlos am Münzeinwurf für die Einkaufswagen (das gab es in Neuseeland nicht, ganz ungewohnt!), weil man keinen Dollar hat, schenkt einem eine zufällig Vorbeikommende einfach mal einen. Unglaublich nett diese Australier, wirklich!

Neuseelands Ureinwohner sind die Maori, mit polynesischen Vorfahren, interessanten Mythen, Schnitzereien, fröhlichen Liedern und Tänzen mit kleinen Bällchen, die herumgeschleudert werden. Nur die tätowierten Gesichter und der Haka, der Kriegstanz, sind vielleicht ein klein wenig befremdlich. Obwohl das Augenaufsperren und Zungenrausstrecken der Männer dabei ja fast schon wieder lustig sind. Die Aboriginals, die Ureinwohner Australiens, sind dagegen etwas ganz Anderes. Schon seit unbegreiflichen 50.000 Jahren in Australien haben sie eine Kultur von meiner Meinung nach seltener „Fremdheit“ entwickelt. Da ist viel Schönes (die Idee der Traumzeit, der Songlines, der Totems), aber auch viel Abschreckendes, Grausames (manche Rituale wie das Beschneiden, Entfernen von Zähnen oder Zufügen von Narben), wogegen die Maori wirklich „einfach“ und nett wirken! Die Aboriginals geben Rätsel auf. Und während die Maori in Neuseeland ziemlich ins Alltagsleben integriert erscheinen und man sie immer wieder (besonders auf der Nordinsel) trifft, sieht man in Australien kaum Aboriginals.

Eigentlich ist also Neuseeland das bessere Reiseland: man muss keine giftigen Tiere fürchten, das Land ist grün, die Ureinwohner sind freundlich, die Distanzen nicht so groß und es gibt jede Menge Reisehöhepunkte und Einmaligkeiten (egal ob der Hot Water Beach, die Pancake Rocks, die Glühwürmchenhöhlen, die Kauris oder die Moeraki Boulders). In Australien sind die Distanzen enorm und die wirklichen Höhepunkte eher spärlich gesät, dazwischen ist auch mal lange Nichts. Nichts in Form von Eukalyptuswäldern oder Nichts in Form von endloser Steppenlandschaft hin ins Landesinnere. Aber auch dieses Nichts ist faszinierend. Und wenn man nicht nur überfahrende Beuteltiere (wie die Possums in Neuseeland) sehen möchte, dann muss man eben doch nach Australien. Neuseeland ist der extrem hübsche, eingezäunte Vorgarten, Australien ist die unbegrenzte Wildnis. Australien ist tierreicher, gefährlicher, geheimnisvoller, fremder und irgendwie faszinierender. Oder ist das nur so, weil es jetzt „neu“ ist?

„Nun, kann man Neuseeland und Australien vergleichen?“ – „Nein, kann man nicht.“ – „Hab‘ ich doch gleich gesagt!“ – „…“

Lese-Tipps
11 Kommentare
  • Kaya
    Jeannine
    Antworten

    Ihr habt wirklich einen fantastischen Reiseblog, bisher besser als jeder Erfahrungsbericht oder Reiseführer, den ich gelesen habe! Außerdem habt ihr mir viel Lust auf die Nordinsel gemacht, die immer als weniger sehenswert abgetan wird.

    Darf ich noch fragen, mit was für einer Kamera und welchen Objektiven ihr die Fotos geschossen habt? Einmalig, ehrlich!
    Man könnte noch stundenlang weiterlesen..

    Könntet ihr eine Top5 von beiden Inseln zusammen nennen? 🙂

    Und – da wir wesentlich weniger Zeit haben- meint ihr es würde fehlen, wenn man den Milford Sound (quasi DIE Attraktion)nicht gesehen hat?

    Würde mich sehr freuen, wenn ihr uns mit Beantwortung dieser Fragen bei unserer Reiseplanung weiterhelfen könntet.
    Besten Dank und viele Grüße

    Jeannine

    • Kaya
      Marc
      Antworten

      Hallo Jeannine,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback. Wann fliegt ihr denn nach Neuseeland? Wenn euch weniger Zeit zur Verfügung steht, dann sollte man vermutlich auch die Reisezeit berücksichtigen, wenn man über die lohnenswertesten Ziele nachdenkt. Aber kurz der Reihe nach:

      Die meisten Fotos sind mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht (Canon EOS 550D, gibt inzwischen auch schon wieder ein Nachfolgemodell. Ich habe jeweils die Amazon-Seiten verlinkt.) Als Objektiv hatte ich meistens das Tamron 18-270mm drauf (Profis schimpfen ja über solche Zoomobjektive, aber auf ner Reise ist alles andere wohl nicht sinnvoll).

      Das Tamron-Zoom ist auf alle Fälle zu empfehlen. Die Anfangsbrennweite (18mm) reicht aus, um auch wirklich was von der tollen Landschaft draufzubekommen (also bitte kein Zoom mit Anfangsbrennweite von 27mm o.ä. nehmen!) und wenn man näher an ein Motiv will, dann reicht die Brennweite auch. Nach meinem Verständnis ein guter Kompromiß.

      Die Frage ist natürlich, ob ihr überhaupt eine große Kamera mitschleppen wollt bzw. ob euer Budget dafür reicht. Klar ist, daß man mit einer Spiegelreflexkamera bessere Fotos machen kann und z.B. die Fotos von den Tölpeln wären sonst nicht möglich gewesen. Aber: auf viele Touren mag man eben auch keine große (+schwere) Kamera mitschleppen. Und ehrlicherweise kann man geschätzte 80% der Motive auch mit einer kleinen handlichen Kamera toll einfangen. Wir hatten zusätzlich noch eine kleine Canon-Ixus mit dabei. Wenn man etwas Gewicht und Geld sparen will, dann würde ich die empfehlen (z.B. IXUS 220HS). Mit so einer Kamera ist man wirklich für einen Großteil aller Situationen gewappnet.

      Und noch ein Tipp in dem Zusammenhang: wir hatten ein kleines Netbook (den Acer Aspire One) mit dabei. Sowas lohnt sich definitiv. Egal ob zum Tagebuchschreiben, zum Abspeichern/Sichern der Fotos von der Speicherkarte, zur Planung der weiteren Reiseroute etc. Hängt natürlich davon ab, wieviel Zeit ihr habt (und eine Geldfrage ist es auch, wenn man nicht sowieso so ein Teil hat). Bei 3 Wochen würde ich evtl. kein Netbook mitschleppen, wenn’s länger geht, dann lohnt das. Man kann sich bei Ankunft einen UMTS-Stick (wir hatten einen von Vodafone, der gut war) besorgen und kann dann täglich kurz Mails checken, den Wetterbericht abrufen oder die Zeitpunkte von Hoch- und Niedrigwasser (das ist manchmal wichtig zu wissen!). Mit eigenem Netbook + UMTS-Stick entfällt das Suchen nach Internetcafés oder das Warten im Hostel bis ein Platz an den Rechnern frei ist. Man ist damit einfach flexibler.

      So, nun sind diese technischen Tipps umfangreicher geworden als gedacht – Reisetipps folgen im nächsten Kommentar.

    • Kaya
      Marc
      Antworten

      Nochmal an Jeannine! 🙂

      Wie oben schon erwähnt: bei die Reiseplanung sollte man sicher berücksichtigen, zu welcher Jahreszeit man unterwegs ist. Mal abgesehen vom neuseeländischen Sommerhalbjahr (grob November bis März), da hat man sicher auf Nord- und Südinsel viel Spaß. Eine andere Frage: wieviel Zeit habt ihr? Wir waren knapp 2 Monate unterwegs und haben das halbwegs auf den beiden Inseln aufgeteilt. Wer z.B. nur drei Wochen Zeit hat, der sollte sich nicht den Stress machen und beide Inseln besuchen. Dann besser für eine Insel entscheiden und ggf. in 2-3 Jahren wieder hinfliegen. 😉 Der Grund: Neuseeland ist zwar nicht riesig, aber es gibt eben z.B. keine Autobahnen auf denen man in 3-4 Stunden meinetwegen 500km überbrückt. Es geht einfach gemächlicher zu auf der grünen Insel und das betrifft auch die Reisegeschwindigkeit.

      Wenn ich mich spontan erinnern und einige Highlight aufzählen soll, dann sind das für die Nordinsel:

      – Das Northland (“oberhalb” von Auckland) mit den Kauriwäldern oder der Zipfel mit Cape Reinga und dann die Bay of Islands mit den Inseln und Buchten, alles sehr schön da. Oder auch der Karekare-Beach (Hier unser Posting).
      – Die Coromandel-Halbinsel hat uns ebenfalls gefallen. Da kann man sicher 3-4 Tage verbringen, egal ob der Hot-Water-Beach oder andere Buchten, Strände etc.
      -Spannend und quasi Pflichtprogramm ist das Geothermalgebiet um Rotorua. Dort genügt es aber sicherlich an einem Tag eines der Gebiete zu besuchen. Blubbernde Quellen, Schwefelrauch gibt es hier wie dort. (Unser Text zu Rotorua).
      – Ebenso sollte die Tagestour am Tongariro im Programm sein. Die Wanderung dauert so 8-9 Stunden und man muß sich vom Ziel zum Start mit nem Busshuttle fahren lassen (also vorher anmelden/buchen), aber die Tour ist toll, auch wenn wir teilweise schlechtes Wetter hatten. Für Wanderfreaks ist Neuseeland sowieso das Paradies. Da gibt es rund um Tongariro und Ruapehu viele Touren, aber eben auch an anderen Ecken. Infos dazu gibt es natürlich auch beim neuseeländischen DOC (dort auch Wander-/Tourtipps).

      In Auckland muß man unserer Meinung nach nicht zu viel Zeit verbringen. 1-2Tage reichen längst. Wellington ist da eigentlich spannender. Wenn Zeit ist, dann unbedingt in das Nationalmuseum Te Papa.

      Zur Südinsel (die gilt ja als noch beeindruckender; aber wir konnten uns nicht so recht entscheiden und fanden beide Inselteile gleichermaßen toll):

      – Unbedingt sollte man 2-3 Tage im Abel-Tasman-Nationalpark verbringen. Dort von Bucht zu Bucht zu wandern ist wirklich klasse. Aber auch die Marlborough Sounds sind schön und bieten Wandermöglichkeiten (die sind am Nordostzipfel der Südinsel. Dort kommt man üblicherweise mit der Fähre (Picton) von Wellington aus an).
      – Wahnsinnig gut gefallen hat uns die Ecke um Mt. Cook/Aoraki. Dort kann man auch locker 2-3 Tage verbringen. (Unser Bericht.)
      – Zu unseren Highlights zählten aber auch die Begegnungen mit Tieren (z.B. Pinguine an der Ostküste zwischen Christchurch und Dunedin), Pelzrobben sieht man fast überall dort. In Kaikoura (Wale!), wobei Pelzrobben auch im Süden der Nordinsel (z.B. hier oder bei Cape Palliser, jeweils Nordinsel!) zu sehen sind.
      – Das Fjordland (mit dem Milford-Sound) zählt sicher zu den Höhepunkten, aber es ist halt auch eine Frage der persönlichen Erfahrung und Präferenzen. Unser Tag auf dem Milford-Sound war spitze. Wir hatten aber auch wirklich gutes Wetter. Uns haben die feucht-moosigen, verwunschenen Wälder dort aber genauso gefallen. Zusammengefasst: wenn man sowieso auf der Südinsel im Südwesten unterwegs ist (Steht Queenstown auf dem Programm?), dann sollte man sich auch den Milford Sound ansehen. Wenn man aber “nur” den Abel-Tasman-NP, dazu Kaikoura und meinetwegen die neuseeländischen Alpen von der Ostseite (=Mt Cook, Lake Tekapo etc.) macht, dann kann man sich den Weg sparen (Stichwort Zeit!)

      Nochmal mein bzw. unser Ratschlag: Macht eure Reiseplanung von der Jahreszeit und euren individuellen Präferenzen (viele, auch ambitionierte Wanderungen? oder wollt ihr Tiere (Tölpel, Wale, Seelöwen, Pinguine, Albatrosse etc. sehen?) abhängig und wählt danach aus. Und vor allem: das Programm nicht von vornherein überfrachten! Neuseeland hat so viele schöne Ecken, die man entdecken kann und die nicht in (jedem) Reiseführer stehen. Kommt natürlich auch drauf an, wie ihr unterwegs seid. Mit Mietwagen/Campingbus ist man natürlich am flexibelsten und kann anhalten, wo man eben gerade mag. Und das sollte man auch ausnutzen.

      Empfehlenswert sind folgende Reiseführer
      , wir fühlten uns gut und ausreichend informiert:

      – Der DuMont-Reiseführer “Neuseeland” von Hans Klüche gibt auf 496 Seiten einen guten Überblick über die einzelnen Regionen und Landschaften Neuseelands und hat gute Tipps parat. Außerdem glänzt er mit vielen schönen Fotos (alle in Farbe).
      – Das “Neuseeland Reisehandbuch” von Dietrich Höllhuber (Michael Müller Verlag) ist fast 900 Seiten stark, ist entsprechend detaillierter und insgesamt informativer (dafür sind die meisten Fotos nur s/w). Wenn im Reisegepäck nur für einen Reiseführer Platz ist, dann aber unbedingt das dickere Neuseeland Reisehandbuch mitnehmen.

      So, nun aber viel Erfolg bei der Reiseplanung viel Spaß und tolle Erlebnisse in Neuseeland! 🙂

      • Kaya
        Jeannine
        Antworten

        Hallo Marc,

        vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

        Wir sind quasi Neulinge auf dem DSLR-Gebiet, aber für Neuseeland halten wir die Anschaffung eines weiteren Objektivs -spätestens seitdem wir eure Fotos gesehen haben- für sehr lohnenswert!

        Ein Acer-Netbook haben wir sogar – das kommt auch mit! Da wir auch wieder (wie auf unserer letzten Reise) einen Blog schreiben wollen, brauchen wir auf jeden Fall auch so einen Stick. Hatten dabei auch über Vodafone nachgedacht. Danke für die Tipps!

        Wir sind “leider” im Herbst in Neuseeland und wie du schon sagtest wird eine konkrete Planung vermutlich erst vor Ort machbar sein – allerdings wollen wir vorher natürlich die für uns wichtigsten Plätze à la “To See” zusammenstellen.

        Wie die Straßenverhältnisse sind und wie wir mit unserem Camper vorankommen, lässt sich von hier in der Tat sehr schwer abschätzen und man will ja auch nicht nur im Auto sitzen :). Unsere Reise beginnt in Christchurch und endet in Auckland, wobei wir uns auf der Südinsel auf die Westküste konzentrieren wollen und auf der Nordinsel wahrscheinlich grob nach eurer Reiseroute unterwegs sein werden (insgesamt ca. 1 Monat).

        Da wir dann noch zwei weitere Monat in Auckland an einer Schule arbeiten, hoffen wir darauf, an den Wochenenden noch mal in Sachen Northland aktiv werden zu können. Was wir nach eurer Beschreibung und v.a. euren tollen Fotos unbedingt machen wollen, ist die Tagestour am Tongariro.

        Den DuMont haben wir schon und den anderen werden wir uns jetzt vermutlich auch noch zulegen, da wir mit den Reiseführern aus dem MM-Verlag schon gute Erfahrungen gemacht haben.

        Noch zwei Fragen hätte ich:
        Wart ihr auch schon vor Neuseeland “ambitionierte” Wanderer oder war es schon eine Ausnahmesituation für euch, 2 Monate so aktiv zu sein?
        Und zweitens, sind die Wanderwege gut ausgeschildert, hattet ihr immer die Broschüren vom DOC dabei oder irgendwelche anderen Wanderführer?
        Ach und in dem Zusammenhang würd ich auch gerne noch wissen, was für eine Straßenkarte ihr hattet (oder sogar ein Navi?)?

        Wenn ihr mal Renter seid, solltet ihr auf jeden Fall noch mal hinfahren und selbst einen Reiseführer zusammenstellen! 🙂

        Danke noch mal für deine Hilfe.

        Viele Grüße, Jeannine

        • Kaya
          Marc
          Antworten

          Hallo Jeannine,

          das klingt ja alles gar nicht so schlecht. In vier Wochen kann man schon einiges sehen, zumal ihr Euch da ja auf die Südinsel und den Südteil der Nordinsel konzentrieren könnt. Von Auckland aus ist man recht fix im Northland, egal ob 1-2 Tage in der Bay of Islands oder in den Kauriwäldern, dafür ist dann an Wochenenden ja noch Zeit. Und auch die Coromandel-Halbinsel würde ich mir insofern für die abschließenden 2 Monate aufsparen. Rings um Auckland gibt es ja eben schon Autobahnen und wenn ich mich recht erinnere, dann bin ich von Auckland aus in ca 1 1/2 Stunden bis nach Coromandel gefahren. Wobei wir (das als Einschränkung) eben im Örtchen Thames Station gemacht haben, von dort aus sind es nochmal 45 Minuten bis zum Hot-Water-Beach.

          Zu Deinen Fragen:

          – Wir sind und waren ehrlicherweise sonst nicht ganz so wanderverrückt. Wir sind zwar halbwegs sportlich, aber weit davon entfernt jeden Tag aktiv zu sein. Deshalb haben wir z.B. die Tongariro-Tour auch erst nach etwa 3 Wochen gemacht; gleich nach Ankunft wären wir wohl noch nicht fit genug gewesen. Aber man kann sich ja langsam steigern, dann geht das schon. Es gibt überall schöne (meist gut ausgeschilderte!) Wanderungen, die zwischen 1-4 Stunden lang sind, da kann man wunderbar üben und wenn man zu Beginn nicht übertreibt, dann kann man nach 10-12 Tagen auch ambitioniertere Sachen wagen.

          – Die Wanderwege sind (jedenfalls unserer Erfahrung nach) vorbildlich markiert. Mindestens so gut wie in den bayerischen Alpen (und da verläuft man sich ja auch nicht). Die Wege sind eigentlich überall sehr, sehr gut in Schuß, über kleine Bächlein gibt es Holzbrücken etc. Und an den jeweiligen Wanderparkplätzen gibt es übersichtliche Tafeln/Pläne mit den Routen. Einen speziellen Wanderführer hatten wir nicht dabei. Wir haben einerseits Touren gemacht, die in den Reiseführern beschrieben waren, andererseits uns in den DOC-Centern vor Ort informiert (bzw. im Internet).

          – Und Straßenkarte hatten wir keine, sondern eben ein Navi. Man liest ja immer wieder, daß man in Neuseeland keines bräuchte, aber wir fanden es dennoch angenehm und es ist definitiv stressfreier. Wir hatten sogar unser eigenes mit dabei (von Garmin, hat gut funktioniert), da wir ja insgesamt fast 4 Monate unterwegs waren, wäre es deutlich teurer gewesen für den ganzen Zeitraum ein Navi zu mieten. Bei vier Wochen muß man sich das halt überlegen und durchrechnen. Man kommt sicher auch mit einer guten Straßenkarte durch, aber da wir ja auch in Australien waren und da auch in den großen Städten (Adelaide, Brisbane, Melbourne, Sydney) war es keine wirkliche Überlegung – ein Navi ist da schon goldwert.

          Soviel also dazu. Wir sind jedenfalls durchaus neidisch auf Euch (und würden jederzeit wieder starten, wenn es so einfach möglich wäre). Im Herbst bei Euch heißt also deutscher Herbst? Das ist ja dann neuseeländisches Frühjahr, das wird sicher toll.

          p.s.: Danke übrigens für die netten Komplimente. Auch wenn es bis zur Rente noch ein bißchen ist, überlegen wir uns das mit dem Reiseführerschreiben. 😉

  • Kaya
    Jeannine
    Antworten

    Lieber Marc,

    du hast uns in unserer Entscheidungsfindung sehr, sehr weitergeholfen – vielen Dank!

    Ich hoffe, euer nächstes Abenteuer lässt nicht so lange auf sich warten!

    Viele Grüße,
    Jeannine

  • Kaya
    Sebastian
    Antworten

    Ein toller und interessanter Artikel! Ich war gerade auf der Suche nach dem Unterschied in der Mentalität bei Neuseeländern und Australiern. Wenn es klappt, würde ich gerne ein Auslandssemester dort machen. Meine ursprüungliche Wahl war Neuseeland, aufgrund dieser atemberaubenden Landschaft mit den Bergen. Ich muss dazu sagen, dass ich viel Mountainbike fahre, und dementsprechend Neuseeland besser geeignet zu sein scheint.
    Andererseits finde ich diese nette und super lockere Art der Australier einfach klasse! Nun überlege ich, vielleicht doch ein Semester in Melbourne…ahh, die Entscheidung fällt mir wirklich schwer.
    Dazu kommt, dass du schreibst, in Neuseeland sei alles etwas “dörflicher”. Ich komme aus Berlin, bin ein absolutes Großstadtkind, und lebe natürlich lieber in großen Städten. Nur im Urlaub darf es dann gerne die Natur und die Ruhe sein.

    Am besten schreibe ich mir mal eine Pro/Contra-Liste! 😉

    Schöne Grüße,
    Sebastian

  • Kaya
    vivien
    Antworten

    hallo ;),
    ich plane, nächstes schuljahr ein auslandsjahr zu mavhen, weiss jetz aber nicht, ob in neu seeland oder australien. ich lebe in hamburg und bin auch eher der großstadt-typ!!! 😉 aber es kann natürlich auch sein, dass ich dann in australien auch in ein kleines kaff komme?… also…was soll ich nun machen? 😉
    liebe grüße viven

  • Kaya
    vivien
    Antworten

    bitte antwortet mir schnell, hab nämlich nicht mehr viel zeit, um mich zu bewerben!!! danke 😉

  • Kaya
    Dominik
    Antworten

    Wie kann man hier ein Kommentar mit Avatar-Bild verfassen? Ich kann die Funktion zum Upload eines Avatar-Bildes nicht finden.

  • Kaya
    Heike
    Antworten

    Hallo, im Internet bin ich auf Eure Seite aufmerksam geworden. Ich habe gerade meinen Job verloren und bin freigestellt. Dadurch hat es sich ergeben ein World Travel Ticket sehr günstig zu erwerben Tokio, Neuseeland und USA. Ein bisschen Schiss. Habe ich jetzt schon, nächste Woche geht es los und zwar alleine. Ich habe 2 Wochen Tokio und 4 Wichen Neuseeland gebucht . Freunde meinten das wäre die “blödeste” Zeit überhaupt (Wind, Kälte und Regen) und ich solle lieber nach Australien fliegen. Ich mag es aber ruhig und vor allem bin ich ein Wanderer. Ist die Jahreszeit wirklich so schlimm? 7. Juni bis 8. Juli. Und Neuseeland wäre als Alleinreisender zu teuer, stimmt das? Ich freue mich sehr über Eure Nachricht.
    Lieben Gruß Heike

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