Ein strahlender Leuchtturm, stinkende Fellrobben und ein sprechender Vogel

// Hastings, Te Mata Peak, Castlepoint und Masterton

 In Beutelei, Neuseeland, Reiseberichte

Neben Napier gibt es noch eine zweite Art-Deco-Stadt in der Hawke’s Bay, Hastings, wo wir am 27.1. einen kurzen Zwischenstopp machten. Auch nett, aber nur einige Art-deco- bzw. Spanish-Mission-Bauten, der Rest ist durchschnittlich. Deshalb ging es dann auch zügig – und deutlich spektakulärer – weiter.

Der hübsche Uhrenturm in Hastings.

Zunächst fuhren wir auf die Hügelspitze Te Mata Peak, die nicht besonders hoch ist (400m), aber eine wirklich schöne Rundum-Aussicht bietet: Hügel, Meer, ein Fluss, die Vulkane Ruapehu und Tongariro weit im Hintergrund. Und weiter ging es nach Süden, ohne viele Unterbrechungen bis nach Castlepoint an der Ostküste.

Dort steht ein schlanker weißer Leuchtturm auf einer Felsklippe, die man nur über eine Sandbank erreichen kann. Da sind wir also hinauf und haben die Aussicht über die Küste genossen, dann sind wir ein Stück den Strand entlang und auf den Castle Rock, der Bucht und Leuchtturm noch ein Stück überragt und von dem wir fast heruntergeweht wurden.

Bei den ersten Schritten des Aufstiegs sprach ich laut aus, dass es hier doch nach Tier röche. Marc hat sich umgesehen und eine Robbe am Strand entdeckt, die bewegungslos herumlag und die er deshalb erst für tot hielt. Erst dann haben wir noch vier weitere Pelzrobben gesehen, die faul am Strand in der Sonne lagen und nur ab und zu die eine oder andere Flosse streckten oder kurz den Kopf hoben. Sie ließen sich dann auch brav von allen Seiten fotografieren. Zwischen Felsen und Sand sind sie so gut getarnt, dass man sie wirklich kaum entdeckte, würden sie nur nicht so stinken…

Der beeindruckende Leuchttrum von Castlepoint an der rauen Ostküste der Nordinsel Neuseelands.

Übernachtet haben wir in einem wirklich süßen Cottage (Olivia‘s Cottage) auf einer Farm in der Nähe von Masterton. Klein, aber sehr geschmackvoll eingerichtet, mit großer Badewanne (ich bin fast ertrunken!) und Hunde-Besuch zum Frühstück (noch junger Jack-Russell-Terrier-Mischling). Hinter dem Cottage hüpfen Kaninchen herum und etwas weiter grasen die Schäfchen, ruhiger geht nicht!

Masterton selbst ist ein ziemlich verschlafenes Nest, es gibt aber einen schönen Stadtpark, den Queen-Elizabeth-Park, den wir am nächsten Vormittag (28.1.) kurz durchstreiften. Neben Cricket-spielenden älteren Damen gibt es einen prächtigen Pfau, der uns sein Rad sehr ausdauernd zeigte und einige Vogelvolieren. In einer sitzt ein Kakadu, den wir begrüßten und der dann mit „Hello“ antwortete, was er nach längerer Besuchszeit zu einem „Hello, darling“ ausbaute. Irgendwann sagte er dann „Good bye“, woraufhin wir gingen und nach Wellington fuhren, um meine beste Freundin Katl dort zu treffen.

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